Wieder kein Auswärtssieg – die Horror-Serie des 1. FC Köln hält an. Nach dem 0:1 bei Eintracht Frankfurt am Freitagabend hat Said El Mala Alarm geschlagen, jedoch auch Besserung versprochen. Die Stimmen zum Spiel.
Aus Frankfurt berichtet Marc L. Merten
Marius Bülter
„Wir sind nicht ganz so gut aus der Pause rausgekommen, wobei wir keine riesigen Chancen zugelassen haben. Es ist eine unglückliche Aktion, mit der wir verlieren. Wir haben in der ersten Halbzeit richtig gut gespielt. Wir hätten es verdient gehabt, in Führung zu gehen. Die zweite Halbzeit war bis auf die ersten zehn Minuten auch nicht so schlecht, danach haben wir uns wieder reingekämpft. Eine Kleinigkeit hat das Spiel entschieden. Bei meinen Chancen muss ich wahrscheinlich genauer zielen. Den ersten wollte ich ihm über den Kopf hauen, den zweiten hält er ganz gut. Es fehlt ein bisschen das Glück.“
Marvin Schwäbe
„Die erste Hälfte war gut. Wir waren aus der Dreierkette heraus sehr aktiv, haben uns Chancen herausgearbeitet, mutig nach vorne gespielt und sehr gut verteidigt. In der zweiten Halbzeit haben die Frankfurter zugelegt, haben etwas angepasst. Wir sind passiver geworden, hatte ich das Gefühl. Die ersten 15 bis 20 Minuten hatten sie echt gute Chancen. Es ist extremst bitter, dass wir uns für die erste Hälfte nicht belohnt haben. Über weite Strecken sah es so aus, als hätten wir ein Unentschieden verdient.“
Said El Mala
„Wir haben die beste erste Halbzeit der Saison gespielt, haben alles wegverteidigt, waren griffiger in den Zweikämpfen. Frankfurt war zur Halbzeit schon so tot, dass wir ein gutes Gefühl hatten. Dann kamen wir aus der Halbzeit und Frankfurt war wieder ein Stück griffiger als wir. Ich weiß nicht, warum sie dann die besseren Aktionen hatten. So ist der Fußball. Es ist eine unglückliche Aktion durch die Beine und wir verlieren 0:1. Aber wir haben ein gutes Spiel hingelegt. Wir haben Frankfurt das Leben schwer gemacht. Ich hatte die Chance, wo ich vielleicht ein bisschen ruhiger sein muss. Wenn ich aus der eigenen Hälfte loslaufe, ist das nicht so leicht. Es tut unfassbar weh, dass wir die drei Punkte nicht mit nach Hause nehmen können. Es kann extremst gefährlich werden; wenn man auswärts keine Punkte holt, wird es schwer. Aber irgendwann wird der Knoten platzen und wir holen auch auswärts Punkte.“
Thomas Kessler
„Wir haben in einer guten ersten Halbzeit leider das Tor nicht gemacht. Möglichkeiten waren genügend da. Die Frankfurter sind sehr gut aus der Halbzeit rausgekommen, haben viel Druck gemacht. Eigentlich haben wir die beste Phase der Frankfurter sehr erwachsen verteidigt und waren stabil. Wir mussten leiden, Marvin musste den einen oder anderen Ball halten. Dann war es ein 50:50-Spiel, in dem eine Kleinigkeit entschieden hat. Es war eine sehr knappe Situation, ob Abseits oder nicht. Beim ersten Blick habe ich noch gehofft. Am Ende ärgern wir uns, dass wir mit leeren Händen nach Hause fahren müssen. Wenn wir zu Eintracht Frankfurt fahren, sind wir von Natur aus nicht unbedingt der Favorit in diesem Spiel. Sie haben eine Offensivqualität, die wir gut verteidigt haben. Die eine Situation haben wir nicht verteidigt bekommen, nach einer überragenden Vorlage.“
René Wagner
„Gutes Spiel, falsches Ergebnis! Wir hätten in der ersten Halbzeit in vielen Momenten noch gefährlicher sein können, müssen das noch ruhiger durchspielen. Wir sind genau in die Räume gekommen, die wir wollten, haben es dann aber nicht perfekt gemacht. Nach der Pause haben wir eigentlich die Drangphase der Eintracht gut überstanden, haben es aber leider nicht geschafft, bei Ballgewinnen die Mitspieler zu treffen. Beim 0:1 war die Vorlage unglaublich, das machen nicht viele Spieler so. Trotzdem müssen wir da energischer gegen den Ball arbeiten. Das haben wir leider nicht geschafft. Danach haben wir noch mal viel Druck ausgeübt, aber ähnlich wie in der ersten Halbzeit es nicht sauber ausgespielt. Am Ende also: Gutes Auswärtsspiel mit einem scheiß Ergebnis.“
Adi Hütter
„Aufgrund der zweiten Halbzeit war es ein verdienter Sieg. Wir haben eine Reaktion gezeigt, ein anders Gesicht nach einer 0:6-Klatsche. Wir hatten nach einer Minute direkt Glück, das es nicht wieder 0:1 gestanden hat. Danach haben wir ein gutes Spiel gemacht. 1:0 zu gewinnen, ist sehr wichtig für uns.“







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