„Touch the body“ Eisenfuß McKenna gibt Strafraum-Nachhilfe

Spieler des 1. FC Köln diskutieren beim Training.
Wer hat nicht aufgepasst? Auch bei der Nachhilfestunde von Co-Trainer Kevin McKenna gab es bei Ellyes Skhiri und Co. Gesprächsbedarf. Foto: Bucco

Der 1. FC Köln sucht nach wegen aus der Standardschwäche. Trotz Rumpf-Team gab es gestern deshalb intensive Übungen gegen Flanken von außen. Co-Trainer Kevin McKenna gab Strafraum-Nachhilfe für die FC-Profis.

Die meisten Stamm-Verteidiger wie Jahmai Simpson-Pusey, Luca Lochoshvili oder Gideon Mensah sind zwar auf Reisen, doch weil Standards abwehren Kollektivarbeit ist, nutzte der 1. FC Köln die Donnerstagarbeit für Nachhilfe im Abwehren ruhender Bälle. Federführend: Die frühere Abwehr-Kante Kevin McKenna.

„Touch the body – fass den Körper an“, forderte der Wagner-Assistent, früher gefürchtet bei Standards, von Ellyes Skhiri, Sebastian Sebulonsen, Joel Schmied & Co. McKenna: „Diese Typen wollen nicht angefasst werden. Geht nicht mit dem Körper ran, sondern mit den Händen. Das ist schon die halbe Miete.“

Abwehr-Sorgen: Tom Krauß humpelt nach Zweikampf

Das soll es dem Angreifer schwieriger machen, mit einer Körpertäuschung zu entweichen. Auch andere Tackling-Tipps führte der Kanadier McKenna vor. Mit intensiven Blocks wurde in verschiedenen Konstellationen vor Marvin Schwäbe gearbeitet. Ausgerechnet die zwei eher kleinen Spieler Tom Krauß und David Fürst lieferten sich die intensivsten Duelle, nach einem davon musste Defensivmann Krauß am rechten Knie behandelt werden und humpelte danach.

Doch er biss sich durch. „Direkt am Mann! Genau so!“, pushte McKenna die Abwehrformation immer wieder und schob Fürst dabei durch den Strafraum. Auch Analyse-Co-Trainer Denis Huckestein griff später ein. Er demonstrierte wie man sich cleverer verhält und gegebenenfalls den Gegenspieler ins Aus schiebt und so aus dem Spiel nimmt, bevor er Unheil anrichten kann. Auch gegen verschiedene Formationen übten die FC-Profis das kollektive Verteidigen.

„Nicht nur begleiten, sondern in den Laufweg rein. Was sollen sie machen? Wenn sie Euch umrennen, ist es Stürmerfoul“, erklärte McKenna das kleine Abwehr-Einmaleins für Bundesliga-Profis. Immerhin: Die Unterweisung schien Früchte zu tragen. Dem Angreifer-Sextett gelang es kaum einmal, eine Hereingabe zum Torerfolg zu verwerten.

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