Dieser Sieg tut auch René Wagner gut. Der Cheftrainer des 1. FC Köln bleibt nach wochenlangen Diskussionen ruhig. Am Ende stehen wichtige Erkenntnisse.
Sie ballten die Fäuste, umarmten sich, feierten mit den Spielern: Auch für das Trainerteam des 1. FC Köln war der 2:1-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntag ein süßer Triumph. René Wagner hatte nach den beiden unglücklichen Partien gegen Bremen und in Hamburg viel Kritik einstecken müssen. Am Sonntag war er einer der Gewinner.
Nicht, weil sportlich alles perfekt gelaufen war. Auch am Sonntag gab der FC das Spiel nach der 1:0-Führung zwischenzeitlich wieder aus der Hand und ließ gegen Spielende zu viele Standards und Drucksituationen zu. Doch seine Mannschaft wehrte sich gegen alle Widerstände und nutzte diesmal die Möglichkeiten, um drei Punkte einzufahren.
Nicht alles gut, aber vieles besser
Das 1:0 durch Isak Johannesson brach den Bann: Nachdem sich die Geißböcke in Hamburg für eine starke erste Halbzeit nicht belohnt hatten und sogar in Rückstand geraten waren, war die Führung am Sonntag die logische Folge nach mehreren guten Möglichkeiten zuvor. Und später, das 2:1, war ebenso die logische Folge guter Minuten vorher und nachher mit mehreren Torchancen, aus denen die Geißböcke sogar noch mehr und schon früher die Entscheidung hätten herbeiführen müssen.
Wagner nahm richtige Umstellungen vor, brachte mit Torschütze Johannesson im zentralen Mittelfeld und Borna Sosa hinten links die spielstärkeren Versionen zu Tom Krauß und Gideon Mensah. Auch mit Said El Mala häufiger im Zentrum und dafür Marius Bülter und Linton Maina über die Außen machte Wagner vieles richtig. Der FC wirkte vorne variabel, wenngleich viele Laufwege noch nicht passten und die Kreativität von Mikey Moore erneut nicht voll zur Entfaltung kam.
Wagner will mit dem FC in Frankfurt nachlegen
Dennoch: Der FC wirkte stabiler, was auch daran lag, dass die Geißböcke die Standardschwäche der letzten Wochen und Monate zumindest gegen Gladbach ablegen konnte, nachdem man in der Länderspielpause viel daran gearbeitet hatte. „Wir brauchen solche Spiele. Das tut uns gut“, sagte Wagner hinterher. „Mit jedem Sieg bekommt man mehr Überzeugung. Solche Momente schweißen zusammen. Wir müssen daraus viel Kraft ziehen, um auch die nächsten Spiele erfolgreich zu gestalten.“
Der 38-Jährige konnte so auch persönlich Punkte sammeln, nachdem bereits Gerüchte in Umlauf gebracht wurden, wonach eine Derbypleite seinen Job kosten könnte. Dies war nach GEISSBLOG-Informationen nie eine Option. Doch zum Glück stellte sich die Frage nach den 90 Minuten am Sonntag in Müngersdorf auch nicht mehr. So kann der FC am Freitag mit neuem Selbstvertrauen zu Eintracht Frankfurt reisen. Die Adler wurden am Wochenende bei RB Leipzig mit 0:6 gerupft. In der vergangenen Rückrunde holten die Geißböcke ein 2:2 – bei Wagners Einstand als Cheftrainer.








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