Kölner Wunsch-Transfer wohl geplatzt – Dietz hat neuen Club gefunden

Florian Dietz wird den 1. FC Köln in diesem Winter wohl verlassen. (Foto: Bucco)
Florian Dietz wird den 1. FC Köln in diesem Winter wohl verlassen. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln hat sich offenbar gegen eine Verpflichtung von Innenverteidiger Gregory Wüthrich entschieden. Stürmer Florian Dietz hingegen soll es in diesem Winter nach Österreich ziehen.

Es waren zwei prall gefüllte Plastiksäcke, mit denen Florian Dietz vergangene Woche Freitag das Geißbockheim verließ. In weiser Voraussicht räumte der Stürmer des 1. FC Köln bereits vor Weihnachten seinen Spind auf dem Trainingsgelände (der GEISSBLOG berichtete exklusiv). Nun scheint klar zu sein, wohin es Dietz in diesem Winter zieht.

Laut Reviersport soll der 26-Jährige „unmittelbar vor einer Vertragsunterschrift“ beim österreichischen Bundesligisten SCR Altach stehen. Der Ex-Club des jetzigen Nürnberger Trainers Miroslav Klose überwintert als Tabellenletzter, hat in 16 Partien lediglich zehn Punkte geholt und 13 Tore geschossen.

Dietz beim FC nur Reservist

Dietz soll helfen, diese Ausbeute aufzubessern – genauso wie sich seine eigene Bilanz bessern soll. In der Hinrunde beim FC kam der Angreifer lediglich auf 51 Zweitliga-Minuten, verteilt auf drei Joker-Einsätze. Zuletzt schaffte er es achtmal in Folge nicht in den Kader.

Ob Dietz die Kölner fest oder zunächst auf Leihbasis verlässt, sein Vertrag war schließlich erst im vergangenen Sommer bis 2026 verlängert worden, ist nicht bekannt. Neben Altach buhlte auch Drittligist Rot-Weiss Essen um seine Dienste.

Kein Wüthrich-Wechsel wegen Knie-Sorgen?

In Österreich könnte es Dietz in der Rückrunde mit Gregory Wüthrich zu tun bekommen. Denn der Abwehrchef von Sturm Graz wird offenbar nicht der gesuchte neue Innenverteidiger des 1. FC Köln. Zwar waren Sportchef Christian Keller und Lizenzbereich-Leiter Thomas Kessler Anfang Dezember zur Partie WSG Tirol gegen Graz gereist, um den Schweizer Nationalspieler zu scouten, doch ein Transfer soll aufgrund medizinischer Bedenken geplatzt sein.

Hintergrund ist laut der Steirerkrone, einem Lokalteil der Kronen Zeitung, eine „leidige alte Knie-Geschichte“. In der Saison 2016/17 war Wüthrich, damals noch in Diensten der Young Boys Bern nach einer Knie-Operation fast ein Jahr lang ausgefallen. Bereits zuvor hatte ihn ein Meniskusriss monatelang ausgebremst, und auch im Anschluss musste er immer wieder verletzt zuschauen – zuletzt von September bis November 2024 aufgrund einer Kapselverletzung.

Erst im September debütierte Gregory Wüthrich in der Schweizer Nationalmannschaft. (Foto: IMAGO / Sports Press Photo)
Erst im September debütierte Gregory Wüthrich in der Schweizer Nationalmannschaft. (Foto: IMAGO / Sports Press Photo)

Für Wüthrich wäre es nicht das erste Mal, dass ein Transfer nach Deutschland auf der Zielgeraden platzt. 2023 hatte der 30-Jährige, dessen Vertrag bei Sturm Graz im Juni 2025 ausläuft, vor einem Wechsel zum FC Augsburg gestanden und ebenfalls den Medizincheck nicht überstanden.

Sportdirektor Andreas Schicker hatte damals erklärt: „Das war nichts, was Sturm überrascht hat, denn das waren keine neuen Erkenntnisse oder Komplikationen, die Gregory in Zukunft im Weg stehen würden.“ Wüthrichs Knie-Problematik ist bekannt – und stellt für den FC, der mit Sebastian Andersson diesbezüglich leidige Erfahrungen gemacht hat, offenbar ein zu großes Risiko dar.

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