Die U21 des 1. FC Köln hat ihr Regionalliga-Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück trotz langer Unterzahl mit 1:0 (1:0) gewonnen. Während Jaka Cuber Potocniks Rücken den Sieg einleitete, müssen sich die Geißböcke um einen Winter-Zugang sorgen.
Aus dem Franz-Kremer-Stadion berichtet Martin Zenge
Auf dem Weg zum ersten Sieg im Jahr 2025 hatte die U21 des 1. FC Köln lautstarke Unterstützung. Da die Profis bereits am Freitagabend im Einsatz waren, machte die aktive Fanszene am Samstagnachmittag auf der Tribüne des Franz-Kremer-Stadions Stimmung und schrie die Mannschaft von Evangelos Sbonias zu einem knappen Erfolg gegen den abstiegsbedrohten SC Wiedenbrück. Kapitän Marco Höger sorgte dabei für unnötige Spannung.
Spielverlauf und Tor
8. Minute: Der FC machte vom Anpfiff weg Druck und belohnte sich frühzeitig. Nach einem Eckball von Patrik Kristal zog Emin Kujovic aus dem Rückraum ab und traf Jaka Cuber Potocnik am Rücken. Der daraus resultierende Abpraller wurde zur unfreiwilligen Vorarbeit für Meiko Sponsel, der zum 1:0 abstaubte. Und das nicht mal 24 Stunden nach seinem Kader-Debüt bei den Profis, am Freitagabend in Magdeburg.
25. Minute: Eine Verletzung überschattete die dominante erste Halbzeit der Kölner allerdings. Nach einer Hereingabe von Kujovic wollte Innenverteidiger Yannick Mausehund im gegnerischen Strafraum aus der Drehung heraus abziehen und verletzte sich dabei derart schlimm, dass er anschließend nicht mehr richtig auftreten konnte. Der vor zwei Wochen aus dem Nachwuchs von Hertha BSC verpflichtete 18-Jährige musste von zwei Betreuern gestützt werden, als er nach einer längeren Behandlung auf dem Rasen das Feld verließ.
51. Minute: Ohne die ganz großen Chancen hatte der FC alles im Griff. Dann leistete Marco Höger seiner Mannschaft einen Bärendienst. Nachdem er kurz vor der Pause wegen Ballwegschießens eine äußerst dämliche Gelbe Karte gesehen hatte, legte der Kapitän nun an der Mittellinie unnötig Timo Spennesberger, indem er dem Wiedenbrücker Mittelfeldmann von hinten in die Beine trat. Dafür sah der Routinier Gelb-Rot.
69. Minute: Wiedenbrück war in der Folge bemüht, die Kontrolle zu übernehmen. Wirklichen Druck bauten die Gäste zunächst zwar nicht auf, doch nachdem Rijad Smajic zweimal nicht klären konnte, bot sich Davud Tuma die große Chance zum Ausgleich. Der Flügelflitzer probierte es im Fünfmeterraum mit einem Seitfallzieher. FC-Torhüter Jonas Nickisch riss blitzschnell die Arme hoch und parierte.
86. Minute: Nachdem Mansour Ouro-Tagba im Eins-gegen-eins-Duell mit dem Torhüter die riesige Möglichkeit zur Vorentscheidung vergeben hatte, rettete Smajic den Kölner Sieg. Bei einem Schuss von Saban Kaptan war Nickisch bereits geschlagen, aber der Innenverteidiger klärte den Ball deutlich vor der Linie. Es blieb beim knappen Heimerfolg – auch, weil FC-Debütant Bernie Lennemann in der Nachspielzeit einen weiteren Hochkaräter nicht nutzte.
Personal
So spielte der FC: Nickisch – Sponsel, Mausehund (29. Smajic), Özkan, Strauch – Kujovic, Höger – Kristal (55. Salger), Süne (76. Saliger) – Ouro-Tagba (76. Lennemann), Potocnik (76. Pinto).
Zur Aufstellung: Für den gesperrten Teoman Akmestanli verteidigte Georg Strauch in der Viererkette. Der Allrounder und Meiko Sponsel wechselten sich als Rechts- und Linksverteidiger ab. Strauchs Platz in der Mittelfeldzentrale neben Marco Höger übernahm dafür Emin Kujovic, der vergangene Woche im Profi-Kader gestanden hatte. In der Offensive rückte Jaka Cuber Potocnik für Oliver Schmitt, der krankheitsbedingt gar nicht zum Aufgebot zählte, in die Startelf. Potocnik gehört wieder fest zur U21 und war nach seinem Joker-Auftritt gegen Fortuna Köln (nach Krankheit) nun bereit für die Anfangsformation.
Fazit
Nach zuvor nur zwei Punkten aus drei Partien wird dieser Heimsieg der U21 guttun. Vor Högers Gelb-Roter Karte hat der FC gegen den Tabellen-15. Wiedenbrück nichts anbrennen lassen, wenngleich es die Kölner verpassten, sich mit ihrer Dominanz klarere Chancen herauszuspielen. In Unterzahl wurde es noch einmal unnötig spannend, aber durch die Rettungstaten von Nickisch und Smajic sicherte sich der FC einen unter dem Strich verdienten Erfolg. Zumal die zehn Kölner durch Ouro-Tagba und Lennemann das 2:0 hätten nachlegen müssen.







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