Die einzige Länderspielpause der Rückrunde lässt den 1. FC Köln noch einmal testen. Das ist Gerhard Strubers Plan für das Aufeinandertreffen mit Drittligist Verl am Donnerstagnachmittag.
Bevor die finalen acht Zweitliga-Partien über Aufstieg und Enttäuschung entscheiden, können Gerhard Struber und seine Profis noch mal die Akkus aufladen – von Freitag bis Sonntag ruht der Ball am Geißbockheim. Struber nutzt das freie Wochenende, um beim Skifahren in seiner Heimat Salzburg zu entspannen.
Erst einmal wartet aber noch der wichtigste Programmpunkt dieser Länderspielpause: das Testspiel gegen den SC Verl, Donnerstagnachmittag im Südstadion (ab 14 Uhr im GEISSBLOG-Liveticker). Gegen den Drittligisten will Struber flüssigeren Fußball als zuletzt in der Liga sehen: „Wir wollen gewisse Abläufe verbessern, unsere Abläufe sauber zu Ende bringen und natürlich ins Toreschießen kommen. Das wäre schon der Plan.“
Struber: „Bestes Beispiel ist Marvin Obuz“
Ebenso wichtig aus Sicht des 48-Jährigen: „Wir wollen Spieler in Spielzeit bringen, die zuletzt weniger gespielt haben. Bestes Beispiel dafür ist Marvin Obuz.“ Für das Eigengewächs könnte das Testspiel die letzte Chance sein, sich doch noch in den Vordergrund zu befördern.
Nach bislang nur fünf Joker-Einsätzen in dieser Zweitliga-Saison hatte Obuz‘ Berater Dirk Hebel zuletzt offen über einen Abschied zum 30. Juni gesprochen, wenn der Vertrag des Rechtsaußen ausläuft – sollte sich an den Einsatzzeiten des 23-Jährigen in den kommenden Wochen nicht noch etwas ändern (der GEISSBLOG berichtete). Gegen Verl kann sich Obuz nun empfehlen, muss er sich Struber förmlich aufdrängen.
Racioppi erstmals im FC-Tor
Die U21-Spieler Oliver Schmitt, Mikail Özkan und Emin Kujovic sowie U19-Talent Justin von der HItz verstärken den durch Verletzungen und Länderspiel-Abstellungen ausgedünnten Kader aktuell und werden sich gegen die Verler, um den Kölner Leihspieler Chilohem Onuoha, wohl ebenfalls zeigen dürfen.
Wobei Strubers Fokus den Profi-Akteuren gilt: „Einige Jungs werden ein bisschen länger auf dem Platz stehen, vielleicht auch 90 Minuten.“ Wie womöglich Obuz und definitiv Torhüter Anthony Racioppi. „Anthony wird 90 Minuten im Tor stehen, das ist der Plan“, so Struber. Der Winter-Zugang (ausgeliehen von Hull City) feiert somit sein FC-Debüt.
Imad Rondic ist am Mittwoch nach Rückenproblemen ins Training zurückgekehrt und dürfte zur Verfügung stehen – anders als Steffen Tigges, der nach einem schmerzhaften Moment gegen Darmstadt weiterhin nur individuell arbeiten kann. „Tiggi ist noch etwas vom Spiel gezeichnet, weil er einen Ball ins Gesicht bekommen hat. Das ist eine Vorsichtsmaßnahme, ihm noch etwas Zeit zu gegeben“, sagt Struber.
Tim werden wir wieder etwas länger auf dem Platz sehen. Mark wird auch womöglich eine ganze Halbzeit bekommen.
Gerhard Struber
Mit Blick auf Verl will der FC-Trainer „abwägen, ob das Sinn macht, dass er in Spielzeit kommt“. Es sieht nicht wirklich danach aus: „Bisher hat Tiggi kaum bis gar nicht trainiert, nur individuell in der Halle. Von daher sehe ich das eher skeptisch.“ Ob dafür weitere U-Spieler aufrücken werden, ist offen.
Optimistisch stimmen Struber die Personalien Tim Lemperle und Mark Uth: „Tim werden wir wieder etwas länger auf dem Platz sehen. Mark wird auch womöglich eine ganze Halbzeit bekommen. Mal schauen, wie er es verträgt – im Moment schaut es ganz gut aus“, hofft der Österreicher, nach dem Wochenende in der Heimat mit hochkarätigen Offensiv-Optionen in die heiße Phase des Aufstiegsrennens gehen zu können.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!