Mit dem SSV Jahn Regensburg gastiert am Samstagabend auch ein FC-Schreck im RheinEnergieStadion: Sargis Adamyan. Der Leihprofi des 1. FC Köln reist mit einer irren Statistik zu seinem womöglich letzten Auftritt in Müngersdorf.
Der 1. FC Köln kann am Samstagabend zwar noch nicht den fixen Aufstieg feiern, und dennoch bringt das Heimspiel gegen Regensburg so einige Geschichten mit sich. Da ist zum Beispiel der Umstand, dass Ex-Jahn-Boss Christian Keller den rechnerisch perfekten Abstieg seines früheren Clubs als Gegner miterleben könnte. Und natürlich die Rückkehr von Sargis Adamyan.
Noch einer Hinrunde als FC-Reservist (nur sechs Einwechslungen, 125 Minuten) wurde der in Köln dauerhaft glücklose Angreifer im Januar nach Regensburg verliehen. Beim Jahn hatte Adamyan einst den Durchbruch im Profi-Fußball geschafft und sich für einen Wechsel zur TSG Hoffenheim empfohlen – nun sollte er nach zweieinhalb Krisenjahren bei den Geißböcken endlich wieder zu regelmäßiger Spielpraxis kommen.
Adamyan vor Abstieg mit Regensburg
Dieses Vorhaben gelingt, Adamyan stand an 14 Spieltagen 14-mal in der Startelf (zwei Tore). Der Erfolg hält sich allerdings in Grenzen: Die Oberpfälzer holten mit bisher zwölf Punkten zwar schon einen Zähler mehr als in der Hinrunde, sind aber konstant Tabellenletzter und haben kaum noch Chancen auf den Klassenerhalt.
Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den Relegationsrang, nur noch neun sind zu vergeben. Angesichts des dramatisch schlechten Torverhältnisses (-46) wäre der Abstieg bei einer Niederlage in Köln auch unabhängig der Ergebnisse von Münster (Freitagabend in Magdeburg) und Ulm (Samstagmittag gegen Hannover) besiegelt.

Regensburgs Hoffnungsträger: ausgerechnet Adamyan. Denn so glücklos der Armenier als Köln-Profi im RheinEnergieStadion auch agierte, so gefährlich ist er für den FC als Gegner. Adamyan war zweimal als Kontrahent in Müngersdorf zu Gast und schoss dabei drei Tore, legte ein weiteres auf.
Im Mai 2019 gelang ihm bei Regensburgs 5:3-Erfolg ein Doppelpack. Im November desselben Jahres siegte er dann mit Hoffenheim 2:1 beim FC, traf dabei erst zum Ausgleich und holte später den entscheidenden Elfmeter raus – anschließend verlor der jetzige Jahn-Geschäftsführer Achim Beierlorzer seinen Trainerposten. Insgesamt schoss Adamyan gegen Köln vier Tore, war nur gegen den HSV noch erfolgreicher.
Adamyans kurios-bittere Köln-Bilanz
Besonders kurios und bitter: Der 31-Jährige traf im RheinEnergieStadion häufiger gegen den FC als für den FC. Denn mit dem Geißbock auf der Brust gelangen ihm nur zwei Heimtore, in der Conference League gegen Slovacko und in der vergangenen Abstiegssaison gegen RB Leipzig.
Die Rückkehr am Samstagabend könnte gleichzeitig sein letztes Spiel in Müngersdorf werden. Rein vertraglich ist Adamyan nach dem Saisonende zwar zunächst wieder FC-Profi, noch bis 30. Juni 2026 läuft sein Kontrakt beim Zweitliga-Spitzenreiter – doch beide Seiten dürften im Sommer eine endgültige Trennung anstreben. Es gibt zumindest keine Anzeichen dafür, dass die Kölner noch mal mit Adamyan planen könnten, erst recht nicht in der Bundesliga.







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