Dejan Ljubicics Wechsel zu Dinamo Zagreb befindet sich auf der Zielgeraden. Am Mittwoch wird der Österreicher beim kroatischen Rekordmeister zum Medizincheck erwartet. Bei der Saisonabschlussfeier des 1. FC Köln fehlte er schon.
Ein Aufsteiger nach dem anderen ging am Montagabend über den Roten Teppich. Nicht wenige Spieler des 1. FC Köln erreichten die Saisonabschlussfeier im Club Schrotty mit Sonnenbrille, um ihre vom Feiern müden Augen zu verstecken. Nur von einem Profi fehlte in Bickendorf jede Spur: Dejan Ljubicic. Der Mittfeldspieler ist offenbar schon auf dem Weg zu seinem künftigen Arbeitgeber.
Wie die kroatische Sportzeitung Sportske novosti berichtet, wird Ljubicic am Mittwoch zum Medizincheck bei Dinamo Zagreb erwartet. Anschließend soll der 27-Jährige einen Vierjahresvertrag unterschreiben. Dass es den Noch-Kölner trotz Anfragen aus der Bundesliga (unter anderem Union Berlin) zum kroatischen Rekordchampion ziehen wird, hatte sich zuletzt bereits abgezeichnet.
Zagreb lockt mit Europapokal
Dinamo, wo schon Dejans jüngerer Bruder Robert spielte, lockt mit der Aussicht aufs internationale Geschäft. Der aktuelle Tabellenzweite kämpft am letzten Spieltag im Fernduell mit dem punktgleichen Spitzenreiter HNK Rijeka noch um den Titel, der zum Start in der Champions-League-Qualifikation berechtigt. Ansonsten winkt immerhin die Conference League.
Ljubicic selbst kommt als Meister nach Kroatien, wenngleich er beim Erringen der Zweitliga-Schale am Sonntag nur eine Zuschauerrolle hatte. Wie schon beim Sieg in Nürnberg hatte Friedhelm Funkel den neunfachen Nationalspieler gegen Kaiserslautern nicht für den Kader nominiert. Der FC-Trainer hatte aufgrund des bevorstehenden Wechsels und Ljubicics dauerhaften Verletzungsproblemen nicht das Gefühl, dass der Mittelfeld-Allrounder der Mannschaft noch helfen könnte.
Kovac-Brüder empfehlen Ljubicic
In Zagreb soll der gebürtige Wiener mit kroatischen Wurzeln übrigens von prominenten Fürsprechern profitiert haben: So soll sich Dinamos neuer Sportvorstand Zvonimir Boban bei seinen Landsmännern Niko und Robert Kovac erkundigt haben. Das Brüderpaar, das Borussia Dortmund doch noch in die Champions League führte, hatte einst vergeblich versucht, Ljubicic nach Wolfsburg zu lotsen – und gab nun offenbar eine klare Empfehlung für den FC-Profi ab.
Läuft beim Medizincheck alles glatt, könnte der Wechsel noch in dieser Woche verkündet werden. Ljubicic, der 2021 ablösefrei von Rapid Wien gekommen war, verlässt Köln nach vier Jahren mit 122 Pflichtspielen (16 Tore, acht Vorlagen). In Zagreb soll er pro Saison 800.000 Euro verdienen.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!