Der 1. FC Köln will Eric Martel und Damion Downs mit „attraktiven Angeboten“ von einer Vertragsverlängerung überzeugen. Gelingt dies nicht, würden die Geißböcke die beiden Leistungsträger in diesem Sommer verkaufen, das hat Eckhard Sauren nun bestätigt.
Stand jetzt sind die drei wichtigsten Personalien des Sommers geklärt. Für die Verstärkung des Kaders standen beim 1. FC Köln ein neuer Torjäger und ein kreativer Mittelfeldspieler ganz oben auf dem Wunschzettel – mit Ragnar Ache und Isak Johannesson wurden beide Posten vielversprechend besetzt.
Als noch bedeutender galt nur die Trainerfrage, und auch diese ist seit Mittwoch endgültig beantwortet. Der SC Paderborn hat dem Wechsel von Lukas Kwasniok zugestimmt, der FC lässt sich seinen Wunschcoach – je nach noch folgenden Bonuszahlungen – rund eine Million Euro kosten. Mit der offiziellen Verkündung ist am Donnerstag oder Freitag zu rechnen.
Verbleib von Martel und Downs „wichtig für die Mannschaft“
Ein Großteil des Transferbudgets, bereits knapp zehn Millionen Euro, ist verbraucht. Doch womöglich wird die Club-Kasse unfreiwillig wieder gefüttert. Der FC arbeitet zwar mit Hochdruck an Vertragsverlängerungen mit Damion Downs und Eric Martel, muss sich allerdings auch mit potenziellen Verkäufen der beiden Stars beschäftigen.
Nach zahlreichen ablösefreien Verlusten von Leistungsträgern und Eigengewächsen, zuletzt Tim Lemperle und Dejan Ljubicic, gibt es am Geißbockheim einen klaren Kurswechsel. „Wir wollen es vermeiden, dass Spieler mit auslaufenden Verträgen in die Saison gehen“, sagte Vizepräsident Eckhard Sauren in dieser Woche bei Radio Köln.
Wir haben den Dialog schon aufgenommen und die Philosophie, die Spieler halten zu wollen.
Eckhard Sauren über Martel und Downs
Bei Downs und Martel geht der FC in diesem Sommer finanziell all in. „Wir haben den Dialog schon aufgenommen und die Philosophie, die Spieler halten zu wollen. Sie bekommen attraktive Angebote vom 1. FC Köln“, so Sauren. Ein Verbleib der beiden „wäre wichtig für die Mannschaft“.
Während Martel sich aktuell voll auf die U21-Europameisterschaft konzentriert, soll Downs bereits eine konkrete Offerte bis 2029 mit einem Jahresgehalt von rund 1,5 Millionen Euro vorliegen. Angenommen hat der Stürmer, der momentan erstmals bei der US-amerikanischen Nationalmannschaft weilt, das Top-Angebot allerdings noch nicht.
Nicht nur Gesprächsbedarf mit Martel und Downs
Der FC wünscht sich also, mit beiden Stammkräften in die Bundesliga-Saison zu starten, ist laut Sauren aber auch für das gegenteilige Szenario gewappnet: „Wenn sich Konstellationen ergeben, dass Spieler nicht ins letzte Jahr gehen wollen, sondern ihre Wechselwilligkeit zum Ausdruck bringen, müssen wir dafür offen sein.“
Präsident Werner Wolf ergänzte bei Radio Köln: „Wir bilden tolle Jungs aus. Es muss uns noch ein bisschen mehr gelingen, die Jungs bei uns zu behalten. Da sind wir nicht mit allem zufrieden, was wir erlebt haben.“ Gelingt es nicht, auslaufende Verträge zu verlängern, müsse es „selbstverständlich das Ziel sein“, Einnahmen zu generieren.
Gesprächsbedarf herrscht dahingehend auch mit Kapitän Timo Hübers, der sich grundsätzlich einen Wechsel ins Ausland vorstellen kann, sowie mit den Eigengewächsen Jan Thielmann und Max Finkgräfe. Das Trio gehört nach Martel und Downs zu den wertvollsten Spielern im Kader und steht ebenfalls nur noch bis 2026 unter Vertrag.
Finkgräfe wohl vor dem Absprung
Im Fall von Finkgräfe hat Sportdirektor Thomas Kessler zuletzt durchblicken lassen, dass er eine Verlängerung anstrebt. Doch nach GEISSBLOG-Informationen wird sich der FC hierbei nicht derart strecken wie bei Martel und Downs, die oberste Priorität haben. Finkgräfe, der Durchstarter der Abstiegssaison, hat ein enttäuschendes Zweitliga-Jahr hinter sich – aus persönlicher Sicht, aber auch nach Meinung des Clubs.
Es mag sein, dass sich der eine oder andere Abgang nicht vermeiden lässt.
Eckhard Sauren
Die Verantwortlichen sind grundsätzlich überzeugt, dass der Linksverteidiger beim FC wieder in die Spur finden könnte, laut Kicker sollen sich beide Seiten aber auch eine Trennung in diesem Sommer vorstellen können. Als Ablöse stehen drei bis fünf Millionen Euro im Raum, die TSG Hoffenheim gilt als neuester Interessent.
„Es mag sein, dass sich der eine oder andere Abgang nicht vermeiden lässt, der aber sofort auf das Transferbudget einzahlt“, versprach Sauren, eingenommenes Geld wieder in den Kader zu stecken. Bei Martel gibt oder gab es sogar ein konkretes Preisschild, laut der Kölnischen Rundschau besitzt der Sechser eine Ausstiegsklausel in Höhe von zehn Millionen Euro – laut Kicker ist diese allerdings schon abgelaufen. Dem FC wäre es ohenhin lieber, dieses Geld nicht zu kassieren, und stattdessen weiter auf Martel setzen zu können.








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