Auch unter Thomas Kessler will der 1. FC Köln seine Talente über Leihen weiterentwickeln. Elias Bakatukanda kehrt daher vorerst nicht zurück. Für Jaka Cuber Potocnik suchen die Geißböcke derweil noch einen Club.
Was Thomas Kessler am Dienstagabend beim Mitgliederstammtisch angekündigt hatte, bestätigte der 1. FC Köln am Mittwochvormittag: Elias Bakatukanda spielt auch in der kommenden Saison für Blau-Weiß Linz. Keine Überraschung, denn genau dieser Plan war schon im Januar, als der Innenverteidiger zunächst seinen FC-Vertrag verlängert hatte und dann auf Leihbasis zum österreichischen Bundesligisten gewechselt war, vereinbart worden.
Nun ist die Ausdehnung der Leihe offiziell bestätigt, Kessler sagt: „Wir freuen uns, dass Elias seine eingeschlagene Entwicklung in der kommenden Saison bei Blau-Weiß Linz fortsetzen kann. Das erste halbe Jahr, insbesondere die Meisterrunde, war sehr vielversprechend. Der enge Austausch mit dem Club und Elias hat sich bewährt – umso mehr freuen wir uns über die partnerschaftliche Fortsetzung der Leihe, mit dem klaren Ziel, Elias bald wieder im FC-Trikot zu sehen.“
„Nicht 13-mal zehn, sondern 30-mal 90 Minuten“
Beim Mitgliederstammtisch im RheinEnergieStadion nannte Kessler den 21-Jährigen als typisches Beispiel für die Entwicklung eines Talents beim FC. „Das soll der Weg sein: Wenn die Jungs gedanklich zu groß werden für das Franz-Kremer-Stadion, aber noch nicht bereit sind, jedes Wochenende um einen Kader- und Startelfplatz zu kämpfen, müssen sie höher als in der Regionalliga spielen.“
Kessler betonte: „Ich habe eine extrem hohe Wertschätzung für Ele, das ist ein richtig guter Junge, der richtig Qualität hat. Deswegen soll er nicht 13-mal zehn Minuten spielen, sondern 30-mal 90 Minuten.“ Sodass der FC einen Spieler „mit Rückenwind“ zurückbekomme, an dem „wir hier alle gemeinsam Spaß haben“.
Wir sind mit ihm und seinen Interessenvertretern intensiv im Austausch und müssen schauen, dass wir ihn hoffentlich in einen Club verleihen können, wo er höher als in der Regionalliga spielen kann.
Thomas Kessler über POtocnik
Auch Vizepräsident Eckhard Sauren lobte Bakatukandas Weg: „Er hat ein Talent, was wirklich gut genug ist, dass er Profispieler wird. Aber er braucht genau die Spielzeit zwischen Franz-Kremer-Stadion und RheinEnergieStadion. Ich bin überzeugt, dass es eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit gibt, dass wir mit ihm noch viel Spaß haben – genau deshalb, weil wir ihn in die österreichische Bundesliga verleihen und er dort reifen kann.“
Einen ähnlichen Weg soll nun Jaka Cuber Potocnik gehen. Auch der von der Transfersperre gebeutelte Slowene war bereits im vergangenen Winter ein Leih-Kandidat gewesen. Jetzt soll Potocnik den FC tatsächlich temporär verlassen.
FC „intensiv im Austausch“ mit Potocnik
„Wir sind mit ihm und seinen Interessenvertretern intensiv im Austausch und müssen schauen, dass wir ihn hoffentlich in einen Club verleihen können, wo er höher als in der Regionalliga spielen kann“, so Kessler beim Stammtisch. Wie im Fall Bakatukanda gilt: „Er ist aktuell noch nicht so weit, dass er sich in der Bundesliga durchsetzen könnte. Aber wir haben schon die Fantasie, sonst hätten wir diesen Transfer damals nicht gemacht, dass er sich dahingehend entwickeln kann, ein Bundesliga-Spieler zu werden.“
Gleichzeitig warb Kessler um Geduld: „Jaka hat bei uns einen langfristigsten Vertrag unterschrieben. Man darf nicht vergessen, dass die Situation für ihn alles andere als einfach war. Das macht was mit einem jungen Mann, wenn die meisten Leute den Namen kennen, aber das Gesicht noch nie gesehen haben.“ In der vergangenen Saison war Potoncik nach seinem Zweitliga-Debüt wieder zur U21 beordert worden, um „einen klaren Hafen“ zu haben. „Jaka hat in der U21 gespielt, das eine oder andere Tor gemacht – er entwickelt sich“, ist Kessler überzeugt.








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