„Langfristig binden“: Kwasniok „will nicht nerven“, hofft aber auf U21-Duo

Eric Martel und Jan Thielmann wollen mit der U21-Nationalmannschaft ins EM-Finale. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)
Eric Martel und Jan Thielmann wollen mit der U21-Nationalmannschaft ins EM-Finale. (Foto: IMAGO / Beautiful Sports)

Die Kader-Planung des 1. FC Köln hängt zu einem Großteil auch an Vertragsverlängerungen. Definitiv bleiben sollen die U21-Nationalspieler Eric Martel und Jan Thielmann. Lukas Kwasniok hofft auf ähnliche Leistungen wie bei der EM.

Zwischen Trophäenjagd und Zukunftsplanung: Eric Martel und Jan Thielmann wollen bei der U21-Europameisterschaft nach dem Titel greifen – und anschließend beim 1. FC Köln verlängern? Das ist zumindest weiterhin die Hoffnung von Thomas Kessler.

Bei der Antritts-Pressekonferenz von Lukas Kwasniok – und damit kurz vor dem EM-Halbfinale gegen Frankreich am Mittwochabend – sagte der FC-Sportdirektor: „Wir drücken die Daumen und wollen die beiden Jungs langfristig an den 1. FC Köln binden.“ Zum Bestreben, mit Martel zu verlängern, hatte sich Kessler in den vergangenen Wochen bereits mehrfach geäußert – doch auch Thielmanns Vertrag läuft 2026 aus und soll in diesem Sommer verlängert werden.

Parallelen bei Familie Kessler und Kwasniok

„Die ersten Gespräche sind schon gelaufen, aber es ist ja völlig normal, dass sich die beiden jetzt auf das Turnier konzentrieren“, erklärte Kessler und schob nach: „Sie haben eine große Aufgabe vor der Brust und wollen ins Finale einziehen.“ Beim FC sei man daher mit seinen Spielern nicht nur in Vertragsgesprächen, sondern „in erster Linie sehr stolz“ auf das Duo.

Am Mittwochabend, wenn es am 21 Uhr im slowakischen Kosice gegen Frankreich um das Endspiel geht, dürfte der FC-Manager erneut vor dem Fernseher – wie beim Viertelfinal-Krimi gegen Italien, den die DFB-Elf erst in der Verlängerung mit 3:2 für sich entschied.

Wir hoffen, dass die Jungs, die Leistung, die sie dort bringen, auch hier für den FC zeigen.

Lukas KWasniok über die U21-EM-Teilnehmer Martel und THielmann

„Meine Frau hatte sich beim Stand von 2:1 schon ins Bett verabschiedet“, verriet Kessler eine private Anekdote. Der Ex-Torhüter wollte eigentlich zeitnah folgen, doch Italiens 2:2-Ausgleich machte das unmöglich: „Ich habe ihr geschrieben: Wenn du mich noch mal sehen willst, musst du runterkommen, die Verlängerung würde ich schon gerne schauen.“

Daraufhin musste Kwasniok auf dem Podium neben Kessler schmunzeln. Der Trainer berichtete: „Mir ging es ähnlich, offensichtlich habe ich den gleichen Lebenswandel wie Thomas‘ Frau. Ich bin schlafen gegangen.“ Nach Italiens Ausgleich habe ihn allerdings niemand geweckt. „Das gibt’s doch gar nicht“, habe er am nächsten Morgen beim Blick auf das Ergebnis gedacht.

Kwasniok-Anruf in der Slowakei

Eine Verbindung besteht allerdings nicht nur zum Schlafrhythmus von Kesslers Frau, sondern auch zum Wunsch des Sportdirektors, Martel und Thielmann langfristig zu binden. „Wir hoffen, dass die Jungs, die Leistung, die sie dort bringen, auch hier für den FC zeigen“, wünschte sich Kwasniok bei seiner Vorstellung, dass das U21-Duo mit EM-Euphorie ans Geißbockheim zurückkehren wird.

Diesen Wunsch könnte er Martel und Thielmann sogar schon persönlich übermittelt haben. „Ich war kurz mit ihnen im Austausch, will sie aber auch nicht jeden Tag nerven. Wir hatten ein kurzes Telefonat, als meine Unterschrift fix war. Jetzt sollen sie sich auf das Turnier fokussieren“, so Kwasniok, der am Mittwochabend gewiss nicht zu früh abschalten wird.

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