Das lange Warten hat ein Ende: seit Freitag ist Jakub Kaminski Spieler des 1. FC Köln. Ein Eigengewächs der Geißböcke hat dem Polen dabei zu dem Wechsel in die Domstadt geraten. Auch Lukas Podolski schaltete sich ein.
Jakub Kaminski könnte in den vergangenen drei Jahren, die er beim VfL Wolfsburg unter Vertrag gestanden hatte, schon einiges über den 1. FC Köln erfahren haben. Immerhin standen in der Autostadt zuletzt drei ehemalige Spieler der Geißböcke, darunter zwei Eigengewächse, unter Vertrag.
Am kürzesten war dabei die Zeit von Salih Özcan. Der Sechser war in der vergangenen Hinrunde von Borussia Dortmund an den VfL ausgeliehen gewesen. Nach einem halben Jahr brach der BVB die Leihe jedoch vorzeitig ab. Sebastiaan Bornauw hingegen zog es ein Jahr vor Kaminski zu den Wölfen, spielte nach seiner zweijährigen FC-Zeit bis zu diesem Sommer insgesamt vier Jahre bei den Wolfsburgern und damit die gesamte Dauer, die auch Kaminski beim VfL war.
Gerhardt rät zu FC-Wechsel
Und dann wäre da natürlich noch Yannick Gerhardt. Das Eigengewächs des FC geht inzwischen in sein zehntes Jahr in Wolfsburg und zählt damit schon zu einem echten Urgestein bei den Niedersachsen. Der gebürtige Würseler war es letztlich auch, der Kaminski zu einem Wechsel zum FC geraten hat.
Das verriet der 23-Jährige nun selbst in einer Fragerunde auf den sozialen Kanälen des FC. „Mit Yannick Gerhardt habe ich gesprochen“, sagte Kaminski. Dieser habe ihm gesagt: „Gute Entscheidung, geh zum 1. FC Köln.“ Trotz seiner inzwischen langen Abwesenheit aus Köln scheint Gerhardt, dessen Schwester Anna immerhin für den FC in der Bundesliga spielt, den FC weiterhin als gute Adresse empfehlen zu können.
Kaminski hat auch mit Podolski gesprochen
Zudem habe Kaminski auch mit FC-Legende Lukas Podolski über seinen Wechsel in die Domstadt gesprochen. Beide hatten sich vor einigen Jahren noch in der Ekstraklasa als Gegner gegenübergestanden. Bis 2022 spielte Kaminski für seinen Heimatclub Lech Posen, Podolski steht seit 2021 bei Gornik Zabrze unter Vertrag. Beide Duelle in der Saison 2021/22 konnte Posen übrigens gewinnen, im Hinspiel erzielte Kaminski sogar ein Tor und eine Vorlage gegen das Podolski-Team.

Was genau Podolski dem polnischen Nationalspieler bezüglich seines Wechsels nach Köln mit auf den Weg gegeben hat, verriet Kaminski in dem kurzen Video nicht. Dennoch dürfte der inzwischen 40-Jährige nur positive Worte über den FC und Köln verloren haben. Denn in einem zweiten Video, das die Geißböcke am Freitag veröffentlichten, spielte Podolski ebenfalls eine Rolle.
Video mit Podolski und Kessler
Dabei war zu sehen, wie Sportdirektor Thomas Kessler eine Video-Botschaft von Podolski auf seinem Handy abspielte. Dort sagte Podolski: „Hi Kess, ich habe gehört, ihr holt den Jakub Kaminski. Sehr geiler Deal, da werden sich sehr, sehr viele Fans in Polen freuen. Und er kann sich auf einen geilen Verein, geile Fans und eine geile Stadt freuen. Viele Grüße, Poldi.“
Podolski, der den Verein in den letzten Jahren immer auch wieder für seine Personalentscheidungen kritisiert hatte, scheint also durchaus zufrieden mit dem Kölner Neuzugang zu sein. Kessler antwortete Podolski in dem Video derweil: „Ich kann mich erinnern, dass wir mit polnischen Spielern in Köln schon gute Erfahrungen gemacht haben.“
Zählt man Podolski mit, ist Kaminski bereits der zwölfte polnische Spieler in der Geschichte des 1. FC Köln. Die meisten Spiele absolvierte dabei Andrzej Rudy (161) zwischen 1989 und 1995 für den FC. Mit Lukas Kwasniok bekommt der Kölner Neuzugang nun zudem einen gebürtigen Polen als neuen Trainer.








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