Geht sein Wechsel zum FC Southampton über die Bühne, wird Damion Downs das drittteuerste Eigengewächs des 1. FC Köln. Bei dem Transfer-Hammer federführend ist mit Johannes Spors ein früherer Sportboss-Kandidat der Geißböcke.
Als der 1. FC Köln im Jahr 2019 einen Nachfolger für Armin Veh suchte, fielen so einige Namen. Unter anderem auch dieser: Johannes Spors. Aus der damaligen Zusammenarbeit wurde bekanntermaßen nichts, doch gut sechs Jahre später wird Spors als Technischer Direktor des FC Southampton wohl für Kölner Millionen-Einnahmen sorgen. Der 42-jährige Scouting-Experte ist die treibende Kraft hinter dem Transfer von Damion Downs.
Spors will den FC-Stürmer unbedingt zum englischen Zweitligisten holen, zahlt dafür inklusive Boni bis zu zehn Millionen Euro. Damit wird Downs nach Lukas Podolski (2012 für 15 Millionen Euro zu Arsenal) und Yannick Gerhard (2016 für 13 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg) das drittteuerste Eigengewächs der Vereinshistorie.
Downs wird Dienstag in Southampton erwartet
Downs soll im Anschluss an das Gold-Cup-Finale (Montag, 1 Uhr, gegen Mexiko) direkt nach Southampton reisen. Laut der örtlichen Tageszeitung Daily Echo wird der Deutsch-Amerikaner am Dienstag erwartet. Bis Mittwoch soll der Transfer finalisiert werden, der beim FC nur noch bis 2026 gebundene Aufstiegs-Torjäger soll einen Vertrag bis 2029 unterschreiben.
Doch zurück zu Spors: Der gebürtige Heidelberger hatte seine Karriere als Analyst und Leiter der Scouting-Abteilung bei der TSG Hoffenheim begonnen, dann als Chefscout für RB Leipzig und den Hamburger SV gearbeitet – bevor er 2019 ins Visier der vom FC beauftragten Personalberater des Unternehmens Odgers Berndtson geriet.
Spors gehörte damals, rund um die einvernehmliche Trennung von Armin Veh, zu den möglichen Nachfolgern als Kölner Sport-Geschäftsführer und wurde von den Headhuntern diesbezüglich kontaktiert. Die Personalberater bescheinigten ihm nach GEISSBLOG-Infomationen zwar das notwendige Potenzial, gaben aber dennoch keine Empfehlung für ihn ab. In dieser turbulenten Zeit sei Spors der Aufgabe beim FC noch nicht gewachsen, brauche eine ausgiebige Einarbeitungszeit und Hilfestellung, hieß es damals.
Spors will mit Downs in die Premier League
Während beim FC stattdessen Horst Heldt übernahm, wurde Spors im April 2020 Technischer Direktor bei Vitesse Arnheim und anschließend Geschäftsführer beim Genua CFC. Ab Juli 2022 fungierte er als Globaler Sportdirektor von 777 Partners und mischte bei allen Vereinen des Fußballinvestors mit – neben Genua auch Standard Lüttich, Vasco da Gama, Red Star Paris, FC Sevilla, Melbourne Victory und Hertha BSC.
Im Februar 2025, nachdem 777 Partners zunehmend in finanzielle Schieflage geraten war, zog Spors zur Sportinvestmentfirma Sport Republic weiter, der 80 Prozent des FC Southampton gehören. Als Technischer Direktor des Premier-League-Absteigers plant der inzwischen weit herumgekommene Manager die Mission Wiederaufstieg – und hat dabei Downs als einen seiner Wunschspieler ausgemacht.








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