Lukas Kwasnioks Ex-Club hat einen Profi des 1. FC Köln im Visier: Der SC Paderborn interessiert sich für Steffen Tigges. Einem anderen Verein, der sich wohl bei den Geißböcken bedienen wird, hat der Stürmer bereits eine Absage erteilt.
Aus dem Trainingslager in Bad Waltersdorf berichten Sonja Gauer, Marc L. Merten und Martin Zenge
An diesem Experiment hat Lukas Kwasniok offenbar Gefallen gefunden: Stürmer Steffen Tigges, der vor dem Trainingsauftakt als einer der ersten Kandidaten für einen Abgang galt, darf sich beim 1. FC Köln weiterhin als linker Schienenspieler und Linksverteidiger präsentieren.
Während mit Sargis Adamyan und Florian Dietz bereits vor der Abreise in die Steiermark die ersten Angreifer aussortiert wurden und sich bei der U21 fit halten müssen, mischt Tigges in der Vorbereitung auf die Bundesliga voll mit – und soll dies vorerst auch weiterhin tun.
„Werden sehen, wie sich Vorbereitung entwickelt„
Sportdirektor Thomas Kessler sagt im Gespräch mit dem GEISSBLOG: „Wir schauen uns die Vorbereitung genau an und werden zu gegebenem Zeitpunkt eine Bewertung vornehmen. Steffen kommt aktuell auf einer ungewohnten Position zum Einsatz, und wir werden sehen, wie sich seine Vorbereitung entwickelt.„
Wobei Tigges womöglich auch die Option hätte, wieder auf seiner gewohnten Position zum Einsatz zu kommen. Nach GEISSBLOG-Informationen interessiert sich der SC Paderborn für die Dienste des 26-Jährigen. Nach den Verpflichtungen von Stefano Marino und Marco Wörner, zwei jungen Angreifern aus den Zweitvertretungen von Hannover 96 sowie dem SC Freiburg, suchen die Ostwestfalen offenbar noch nach einem weiteren, routinierten Mittelstürmer.
Dass Tigges dabei eine Option sein könnte, ist auch zu Lukas Kwasniok vorgedrungen. Wenngleich sich beim neuen FC-Trainer, der vier Jahre lang beim SCP an der Seitenlinie stand, noch keiner der Ex-Kollegen nach dem Spieler erkundigt hat.
Osnabrück an gleich zwei FC-Stürmern interessiert
Wie die Geschichte ausgeht, ist offen. Ein Verbleib beim FC ist nicht ausgeschlossen, obwohl Tigges‘ Berater Sebastian Voss vor einigen Wochen gegenüber dem GEISSBLOG erklärt hatte: „Es hat ein Gespräch mit Thomas Kessler gegeben. Steffens Chancen, auf Einsatzzeit zu kommen, sind gering. Daher sind alle Seiten um eine Lösung bemüht.“
Fest steht, dass diese erwähnte Lösung nicht der VfL Osnabrück wird. Auch Tigges‘ Heimatclub, bei dem er in seinen ersten Profi-Jahren einige Erfahrungen auf der linken Seite gesammelt hatte, hatte zuletzt beim FC-Profi angeklopft. Ein Wechsel in die 3. Liga ist für den bis 30. Juni 2026 an die Geißböcke gebundenen Ex-Dortmunder derzeit allerdings kein Thema.

In Köln fündig wird der VfL offenbar dennoch. Laut der Neuen Osnabrücker Zeitung ist Sargis Adamyan der heißeste Kandidat bei der Stürmersuche des Drittligisten. Es heißt, eine Unterschrift könne noch vor der Generalprobe gegen Holstein Kiel (Samstag, 13.30 Uhr) erfolgen.
Der zuletzt zum SSV Jahn Regensburg verliehene Adamyan erhielt mit der Nicht-Nominierung für das Trainingslager ein unmissverständliches Signal und soll ein Jahr vor seinem Vertragsende endgültig gehen. Bei Tigges hingegen ist noch alles offen.







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