Trotz der Einigung mit den Geißböcken: Ahmetcan Kaplan wird offenbar nicht zum 1. FC Köln wechseln. Der Bundesliga-Aufsteiger findet mit Ajax Amsterdam keine Lösung und soll neben Calvin Brackelmann noch eine weitere Alternative im Blick haben.
Aus dem Trainingslager in Bad Waltersdorf berichten Sonja Gauer, Marc L. Merten und Martin Zenge
Eine Einigung mit einem Spieler nützt nichts, wenn die Einigung mit dessen Club einfach nicht gelingen will. Diese Erfahrung macht der 1. FC Köln offenbar gerade bei der Personalie Ahmetcan Kaplan.
Mit dem 22-jährigen Innenverteidiger hatten sich die Geißböcke bereits vor Tagen auf einen Wechsel verständigt, der ehemalige türkische U21-Nationalspieler wollte dem Vernehmen nach bis 2029 beim FC unterschreiben. Doch mit Ajax Amsterdam, wo Kaplan noch bis 2027 unter Vertrag steht, will einfach keine Übereinkunft gelingen.
Kessler: „Habe mich noch nie geäußert“
Laut Sky sind die Verhandlungen zwischen den Clubs mittlerweile gescheitert. Die Kölner sind offenbar nicht bereit, die von Ajax geforderten sechs Millionen Euro zu zahlen. Bei allem Potenzial hätte diese Summe für einen Spieler, der in den vergangenen drei Jahren nur 19-mal in der Eredivisie eingesetzt wurde, ein zu hohes Risiko dargestellt.
Thomas Kessler wollte keinen Kommentar abgeben, als der GEISSBLOG ihn nach dem Testspiel gegen Leicester City auf Kaplan ansprach. Der FC-Sportdirektor fragte nur zurück: „Ich habe mich zu der Personalie noch nie geäußert, warum sollte ich das jetzt tun?“
Auch Schlotterbeck eine Kölner Option?
Paderborns Calvin Brackelmann gilt seit geraumer Zeit als Alternative für die Innenverteidigung (der GEISSBLOG berichtete). Sky bringt darüber hinaus auch Augsburgs Keven Schlotterbeck ins Spiel. Der Bruder von BVB-Star Nico Schlotterbeck war in der vergangenen Rückrunde in Augsburg weitestgehend nur Zuschauer, will unter Sandro Wagner nun aber eigentlich wieder angreifen.
Im Interview mit dem Kicker gab der 28-Jährige erst vor wenigen Tagen zu, über einen Abschied nachgedacht zu haben, erklärte dann allerdings: „Ich hatte ein sehr offenes Gespräch mit unserem neuen Trainer Sandro Wagner, ich hatte ein sehr offenes Gespräch mit Michael Ströll (Geschäftsführer, Anm. d. Red.), das war auch sehr gut. Letztendlich habe ich mich dazu entschieden, hier zu bleiben.“
Ich habe mir Gedanken gemacht, ja. Aber ich bin relativ schnell zu der Überzeugung gekommen, dass ich in Augsburg bleiben möchte.
Keven Schlotterbeck
Schlotterbeck wolle seinen bis 2027 laufenden Vertrag „so gut es geht erfüllen“ und schob nach: „Ich bin nicht hierhergekommen, um nach einem Jahr wieder zu gehen. Ich habe mir Gedanken gemacht, ja. Aber ich bin relativ schnell zu der Überzeugung gekommen, dass ich in Augsburg bleiben möchte.“ Worte, die ganz und gar nicht danach klingen, als würde er bald am Geißbockheim aufschlagen.








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