Große Ehre für den FC: Erst Empfang, dann der zweite Sieg?

Rathaus-Empfang der U19 des 1. FC Köln. (Foto: 1. FC Köln)
Rathaus-Empfang der U19 des 1. FC Köln. (Foto: 1. FC Köln)

Nach dem 2:0-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf zum Auftakt in die neue Bundesliga-Saison erwartet die A-Junioren des 1. FC Köln der nächste Prüfstein. Doch am Freitag durfte sich die U19 erst noch einmal feiern lassen.

Die U19 des 1. FC Köln ist am Freitag von Oberbürgermeisterin Henriette Reker im Rathaus der Stadt Köln empfangen worden. Als Deutscher Meister wurde der Mannschaft von Trainer Stefan Ruthenbeck diese Ehre zuteil, zumindest jenen, die noch immer beim FC spielen. Auch die Vizepräsidenten Carsten Wettich und Eckhard Sauren waren vor Ort, auch Lukas Berg und Markus Halfmann als ehemaliger und neuer Nachwuchs-Chef.

„Die Ehrung unserer U19-Meister im Rathaus erfüllt uns mit riesigem Stolz und zeigt, was mit Talent, harter Arbeit, einem herausragenden Teamgeist und nicht zuletzt einer strategischen Ausbildungsidee in Köln möglich ist“, ließ sich Sauren zitieren und bedankte sich im Namen des FC „bei Frau Henriette Reker für den absolut angemessenen Empfang des Meisterteams im Kölner Rathaus“.

Ruthenbeck fordert Lerneffekt

Nach den Feierlichkeiten stand jedoch direkt wieder die Arbeit an. Denn am Sonntag reisen die Geißböcke zum MSV Duisburg. Nach dem Auftakt nach Maß gegen den Nachwuchs von Fortuna Düsseldorf (2:0) bleibt noch immer viel zu tun. Das scheinbar klare Ergebnis konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei der neu formierten Mannschaft noch nicht alles rund läuft. Viele individuelle Fehler, gerade im Spielaufbau, luden die Gäste zu Chancen ein. Von der vermeintlichen Souveränität eines Meisters war in den 90 Minuten selten etwas zu sehen.  

„Wir sind die Gejagten, das müssen die Jungs noch lernen. Dazu gehört, dass wir in bestimmten Spielsituationen die Kontrolle behalten, nicht passiv werden, wenn Dinge nicht so gut laufen. Im Gegenteil: Wenn der Gegner stärker wird, müssen wir aktiver werden“, legte Meistertrainer Ruthenbeck im Gespräch mit dem GEISSBLOG den Finger in die Wunde.

Harter Brocken am Sonntag

Dass die Spiele gegen die Zebras kein leichter Ritt sind, haben die vergangenen Jahren gezeigt. In Duisburg erwartet den FC ein intensives, kampfbetontes Spiel, in dem sich die Geißböcke nicht den Schneid abkaufen lassen dürfen. Ruthenbeck weiß, was auf sein Team zukommt: „Duisburg ist ein unangenehmer Gegner, der sehr aggressiv in den Zweikämpfen ist und auf dem kleinen Platz dort schnell den Weg in die Spitze sucht. Das wird ein gegenseitiges Abarbeiten sein.“

Zwar dürfte der FC, sollte er seine Stärken auf den Platz bringen, die Favoritenrolle innehaben, doch dass mit den Duisburgern zu rechnen sein wird, wurde am letzten Wochenende deutlich. Der MSV musste sich erst durch einen Treffer in der Nachspielzeit mit 1:2 beim FSV Mainz geschlagen geben.

Chance für die zweite Reihe?

Personell dürfte sich im Vergleich zur Vorwoche nicht viel ändern. Schließlich stehen alle Spieler, die gegen Düsseldorf im Einsatz waren, auch in Duisburg zur Verfügung. Doch Ruthenbeck stellt klar: „Bei mir gibt es nicht das Motto „Never change a winning team“. Ich schaue mir die Trainingsleistung genau an und sehe, dass da der ein oder andere Spieler, der zuletzt weniger zum Einsatz kam, Gas gibt.“ Vor allem Luis Stapelmann, zuletzt durch eine Krankheit geschwächt, drängt wieder ins Team.

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