„Keine Stammelf“ und Namen egal: Diese Startelf-Plätze sind dennoch vergeben

Lukas Kwasniok und der 1. FC Köln bei der Generalprobe gegen Bergamo. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok und der 1. FC Köln bei der Generalprobe gegen Bergamo. (Foto: Bucco)

Trotz der starken Leistung will Lukas Kwasniok beim Pflichtspiel-Auftakt des 1. FC Köln nicht auf sein Atalanta-Team setzen. Der FC-Trainer kündigt an: „Es wird keine Stammelf geben.“ Wer seinen Platz dennoch vorerst sicher hat.

Die Mannschaft, auf die Lukas Kwasniok bei der Generalprobe gegen Atalanta Bergamo setzte, hatte nicht mehr viel gemein mit jener, der in der vergangenen Saison die Bundesliga-Rückkehr geglückt war. Der 1. FC Köln trat beim deutlichen und überzeugenden 4:0-Erfolg mit gleich sechs Neuzugängen an.

Kwasniok hatte schon vor dem letzten von sechs Testspielen verraten, dass die Anfangsformation gegen Atalanta nicht die Elf für den Pokal-Auftakt in Regensburg (17. August, 15.30 Uhr) sein wird und bekräftigte dies am Samstag nach Abpfiff noch einmal: „Es ging einzig und allein um das heutige Spiel. Ich bin mir sehr sicher, dass die Mannschaft gegen Regensburg anders aussehen wird.“

Kwasniok ist egal, „was auf dem Trikot steht“

Der Kölner Chefcoach ging sogar noch einen Schritt weiter und kündigte an: „Es wird keine dauerhafte Stammelf geben, sondern immer nur eine Startelf, die sich je nach Bedarf und der persönlichen Verfassung einzelner Spieler verändert.“ Kwasniok schafft die Stammplätze ab.

Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel beim früheren Angstgegner Regensburg dürften sieben der elf Startelf-Plätze dennoch vergeben sein: Marvin Schwäbe ist die klare Nummer eins. Timo Hübers, der einzige Feldspieler, der gegen Atalanta durchspielte, bleibt offenbar der Abwehrchef. Eric Martel und Isak Johannesson bilden das zentrale Mittelfeld, Jakub Kaminski und Jan Thielmann besetzen die offensiven Flügelpositionen.

Darüber hinaus hat Sebastian Sebulonsen auf der rechten Außenbahn im Vergleich zu Jusuf Gazibegovic klar die Nase vorne. Mit Joel Schmied, der zu den Gewinnern der Vorbereitung zählt, könnte sogar noch ein achter Regensburg-Starter fix sein.

Die Vergangenheit ist bei mir relativ egal, was die Jungs geleistet haben. Ich will das nicht schmälern, nur davon kannst du dir nichts kaufen.

Lukas Kwasniok

So einige Leistungsträger der Aufstiegssaison – beispielsweise Linton Maina, Leart Pacarada und Dominique Heintz – müssen sich aktuell gewaltig strecken, um von Beginn an dabei zu sein. „Ich will da niemandem zu nahetreten. Ich bin happy, dass die Jungs alle da sind“, erklärte Kwasniok nach dem Kantersieg gegen Atalanta ganz grundsätzlich, betonte dann: „Die Vergangenheit ist bei mir relativ egal, was die Jungs geleistet haben. Ich will das nicht schmälern, nur davon kannst du dir nichts kaufen.“

Ebenso egal sei ihm, „was hinten auf dem Trikot steht“, ergänzte der FC-Trainer: „Der Mensch an sich ist mir wichtig und darüber hinaus seine Einstellung in jedem Training und jedem Spiel.“ Kwasniok setzt nicht auf bestimmte Namen, sondern auf die „Haltung einer Mannschaft“. Seine Stichwörter lauten: Intensität, Geschlossenheit und Zusammenhalt. „Die Jungs geben mir gerade das Gefühl, dass alle die Bereitschaft haben, diesen Weg mitzugehen“, so sein Eindruck.

„Werden sehen, dass wir gesamten Kader nutzen“

Und Kwasniok hofft, dass dies auch nach den ersten persönlichen Enttäuschungen über Bankplätze so bleiben wird: „Wir werden sehen, dass wir den gesamten Kader nutzen, weil jedes Spiel andere Herausforderungen mit sich bringt und andere Spielertypen gefragt sind.“ Die alte Fußballweisheit „Never change a winning team“ gilt beim 1. FC Köln offenbar vorerst nicht mehr.

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