Ohne große Probleme hat die U19 des 1. FC Köln die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Beim VfB Germania Halberstadt setzten sich die Geißböcke ungefährdet mit 5:1 (3:0) durch. Doch nicht nur wegen des Sieges wird die Reise nach Sachsen-Anhalt in Erinnerung bleiben.
Die Sensation ist ausgeblieben. Der Deutsche Meister hat die erste Hürde im diesjährigen A-Junioren-DFB-Pokal genommen und sich souverän beim Landespokal-Sieger aus Sachsen-Anhalt durchgesetzt. Nach 90 recht einseitigen Minuten siegten der 1. FC Köln am Samstag mit 5:1 beim VfB Germania Halberstadt.
Der Spielverlauf
Von Beginn an setzten die Gastgeber auf eine kompakte Defensive und versuchten, das Pressing der Kölner mit langen Bällen zu überspielen. Doch schon nach zwölf Minuten war die Taktik hinfällig. Jason Ponente-Ramirez netzte zur Führung für den FC ein, der noch vor der Pause per Doppelschlag durch Alessandro Puzzo (40. Minute) und Fynn Schenten (41.) auf 3:0 stellte und das Spiel so vorzeitig entschied.
Kurz nach der Pause waren es erneut Schenten (55.) und Puzzo (72.), die auf 5:0 erhöhten. Unter lautstarkem Jubel der 850 Heimfans in Halberstadt war es Devin Günther, der für die aufopferungsvoll kämpfenden Gastgeber per Ehrentreffer den 1:5-Endstand besorgte (77.)
Ungewöhnliche Pressekonferenz
Mit wie viel Herzblut der VfB Germania Halberstadt das Pokalspiel gegen den Nachwuchs aus Köln vorbereitete, wurde im Vorfeld und während der Erstrunden-Partie deutlich. Auf der anschließenden Pressekonferenz war dann auch Trainer Stefan Ruthenbeck, der mit frenetischem Applaus begrüßt wurde, begeistert von der Gastfreundschaft: „Das war ganz besonders. Wir kommen als Kölner hier in den Osten, aber wie wir hier aufgenommen wurden, war eine Sensation.“
Und auch aus sportlicher Sicht war der FC-Meistertrainer für den unterklassigen Gegner voll des Lobes: „Der Gegner hat gut verteidigt, alles in die Waagschale geworfen und uns das Leben schwer gemacht. Deshalb sind wir froh, dass wir eine Runde weiter sind, denn ich habe auch schon erlebt, dass so ein Spiel komplett in eine andere Richtung gehen kann. Wir haben fünf Tore geschossen und sind weiter. Darüber freue ich mich.“
Mainz vor der Brust
Sichtlich angetan von der erlebten Ost-West-Freundschaft setzte sich Ruthenbeck kurz darauf mit seinem Team in den Bus, um die über 400 Kilometer lange Heimfahrt anzutreten. Im Gepäck war nicht nur die Freude über das Weiterkommen im Pokal, sondern wohl auch die Gewissheit, dass das Team bereits am Mittwoch auf einem ganz anderen Niveau gefordert sein wird. Dann ist in am dritten Spieltag der Bundesliga der FSV Mainz 05 zu Gast im Franz-Kremer-Stadion.







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