Tausende Fans erwartet: FC organisiert Großdemo vor dem Freiburg-Spiel

Fan-Proteste für das Geißbockheim. (Archivbild: IMAGO / Steinsiek.ch)
Fan-Proteste für das Geißbockheim. (Archivbild: IMAGO / Steinsiek.ch)

Am Sonntag steigt das erste Bundesliga-Heimspiel des 1. FC Köln in der neuen Saison. Doch vor dem Duell gegen den SC Freiburg rufen die Geißböcke zur Groß-Demo auf.

Es ist eine außergewöhnliche Aktion, zu der der 1. FC Köln am Mittwoch aufgerufen hat. Unter dem Motto „Geißbockheim ausbauen – Plätze für unsere Pänz“ findet am Sonntag vor dem Heimspiel gegen den SC Freiburg eine Demonstration inklusive Marsch durch die Kölner Innenstadt statt. Startpunkt ist um 14 Uhr am Heumarkt.

Anlass ist der weiterhin stockende und durch die Politik blockierte Ausbau des Geißbockheims und die Verhinderung des Baus von Fußballplätzen im Grüngürtel, die nicht nur dem FC, sondern auch Breitensport-Clubs zur Verfügung stehen sollen. Zu der Demo ruft jedoch nicht nur der FC auf, sondern auch die breite Fanszene.

Von Wolf bis Schell – FC fordert zur Teilnahme auf

In einem gemeinsamen Video riefen Geschäftsführer Philipp Türoff, Präsident Werner Wolf, REWE-Chef und FC-Aufsichtsrat Lionel Souque, Südkurve-Vorsänger Stephan Schell sowie Jörg Weitz von fans1991 dazu auf, zur Demonstration zu kommen und vor den Kommunalwahlen in Köln den Druck auf die Politik zu erhöhen.

„Es herrscht totaler politischer Stillstand, es wird verschleppt, es wird einfach nicht gemacht“, sagte Türoff. „Unsere Pläne sind notwendig, maßvoll und nachhaltig. Jetzt ist es Zeit, in die Umsetzung zu gehen. Deswegen rufen wir Euch auf: Kommt in die Stadt und nehmt an unserem Protestmarsch teil. Wir wollen unserer Position Nachdruck verleihen und mit geschlossener Stimme mit dem Kölner Sport für unsere Zukunft eintreten.“

Wolf betonte, dass der Ausbau insbesondere den Kindern zugute kommen würde – nicht nur jenen Kindern und Jugendlichen, die beim FC Fußball spielen. „Deshalb kommt am Sonntag zu unserem Protestmarsch. Lasst uns gemeinsam ein starkes und friedliches Zeichen an die Kölner Politik senden.“ Dem schloss sich Souque an, dass nun die Chance groß sei, die „dringend benötigten Fußballplätze für alle Kölnerinnen und Kölner zu schaffen. Insbesondere für die Kinder. Wer nicht will, sucht Ausreden. Wer will, sucht Lösungen. Wir wollen.“

Auch Schell erklärte, dass jetzt die Zeit reif sei, um „hier etwas zu erreichen und die Plätze, die wir so dringend benötigen, ausbauen zu dürfen. Deswegen ist es so wichtig, dass Ihr alle am Sonntag vor dem Spiel gegen Freiburg zur Demo kommt.“ Und Weitz ergänzte, dass dieser Ausbau den Grüngürtel als „Ort des Breitensports in Köln“ erhalten solle. Dafür aber brauche der Sport Flächen. „Und die sollen hier im Schulterschluss mit dem FC entstehen. Dafür wollen wir gemeinsam kämpfen und die Stimme erheben.“

Demo um 14 Uhr, Anpfiff um 19.30 Uhr

Der FC hofft auf mehrere Tausend Demonstranten am Sonntagnachmittag, ehe am Abend um 19.30 Uhr der Anpfiff im RheinEnergieStadion ertönt. Dann empfangen die Geißböcke den SC Freiburg zum abschließenden Abendspiel des 2. Bundesliga-Spieltages.

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