Der 1. FC Köln ist ein Saisonauftakt nach Maß gelungen. Nach dem Ende des Transferfensters und der Länderspielpause startet die Liga aber neu.
Es war und ist noch immer ein hartes Auftaktprogramm für den 1. FC Köln. Erst Regensburg im DFB-Pokal, dann in Mainz und zuhause gegen Freiburg: Diese Hürden haben die Geißböcke mit hartem Kampf gemeistert und den perfekten Saisonstart hingelegt. Nun aber beginnt die Bundesliga von neuem.
Denn seit dem Ende des 2. Spieltags ist erst die Transferphase in der Bundesliga zu Ende gegangen. Danach machten sich die Nationalspieler auf zu ihren Teams, während die Clubs in die Länderspielpause gingen. Der FC hätte nach dem 4:1 gegen den SC Freiburg wohl gerne direkt weitergespielt. So kam die Unterbrechung zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
Zwei Auswärtsspiele vor der Brust
Andererseits konnte Lukas Kwasniok mit zahlreichen Neuzugängen auch in der vergangenen Woche arbeiten. Mit Ragnar Ache und Cenk Özkacar zum Beispiel, mit Alessio Castro-Montes und Kristoffer Lund ebenso. Tom Krauß war genauso im Training wie Ron-Robert Zieler und Sebastian Sebulonsen. Dabei war das Testspiel in Essen am Mittwochabend nur eine weitere Trainingseinheit.
Allen beim FC ist bewusst: Die sechs Punkte zum Start sind ein Geschenk und Privileg, mit dem niemand hatte planen können. Nun können Kwasniok und seine Spieler die beiden Auswärtsspiele in Folge in Wolfsburg und in Leipzig angehen und versuchen, vor dem nächsten Heimspiel gegen Stuttgart weitere Zähler einzufahren, um das Polster nach unten aufrecht zu erhalten.
FC hat „unglaublich viele Spieler diskutiert“
Dafür sollen insbesondere auch die Neuzugänge helfen, zu denen am Deadline Day auch noch Castro-Montes hinzugekommen war. Thomas Kessler weiß, dass der FC sich auch in den nächsten Wochen erst noch weiter wird finden müssen, um das wahre Leistungspotenzial der Mannschaft zu entfalten.
„Wir mussten in diesem Sommer einfach unglaublich viel auf dem Transfermarkt machen“, konstatierte der Sportchef zu Beginn der Länderspielpause. „Ich habe ziemlich viele Gespräche geführt, wir haben im Team ziemlich viel über unglaublich viele Spieler diskutiert. Das haben wir getan.“ Jetzt sei es die Aufgabe des Trainerteams, aus diesen Spielern eine funktionierende Einheit zu formen.
Kader in der Spitze verstärkt
Kessler gestand ein, dass nicht jedes Top-Ziel auf dem Transfermarkt auch beim FC gelandet ist. Rav van den Berg war frühzeitig der zentrale Kandidat für die Innenverteidigung, während man auf den beiden Schienen links und rechts lange auch andere Kandidaten im Blick hatte. Insbesondere Raphael Obermair. „Es war sicherlich der eine oder andere Spieler dabei, der ein bisschen näher in der Rekrutierungsphase war“, sagte Kessler. „Vielleicht war einer auch mal ganz nah und ist am Ende trotzdem nicht unser Spieler geworden.“
Dennoch ist dem 39-Jährigen gelungen, alle Positionen neu zu besetzen und vermeintlich auch in der Spitze zu verstärken. Mehrere Neuzugänge schlugen wie erhofft sofort ein, insbesondere Bülter und Kaminski in der Offensive. Nun sollen sie weiter für Punkte sorgen, am besten schon am Samstag in Wolfsburg. Dort dürfte insbesondere Kaminski besonders motiviert sein, ist er doch vom VfL zum FC ausgeliehen.





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