Luca Kilian muss nach seinem dritten Kreuzbandriss in anderthalb Jahre erneut monatelang in die Reha. Beim 1. FC Köln sitzt der Schock tief.
Schon im Dezember 2024, als Luca Kilian für die U21 des 1. FC Köln in der Regionalliga West gespielt und sich dabei zum zweiten Mal das Kreuzband gerissen hatte, hatten FC-Mitarbeiter mit Tränen in den Augen auf der Tribüne des Franz-Kremer-Stadions gesessen. Neun Monate später sitzt der Schock erneut tief.
Kilian war am Montag im Training zu Boden gegangen und dann von Betreuern gestützt in die Kabine geführt worden. Erneut das rechte Knie, das schon zwei Kreuzbandrisse erlitten hatte. Würde Kilian wieder ausfallen? Die bittere Diagnose folgte am Dienstag: Der 26-Jährige hat zum dritten Mal in 18 Monaten einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten.
Hübers und Kessler reagieren
„Das ist krass. Ich habe auch schon zweimal mein Kreuzband gerissen. Jetzt ist es bei Luca das dritte Mal. Da steht der Mensch im Vordergrund“, sagte ein konsternierter Timo Hübers am Dienstag nach dem Training. „Luca ist ein super fleißiger Arbeiter, der in der Reha alles gegeben hat. Da prasselt jetzt viel auf ihn ein, und als Mannschaft werden wir versuchen ihn zu unterstützen, wo es geht.“ Hübers schloss mit den Worten: „Das ist eine absolut bescheidende Situation für ihn.“
Lukas Kwasniok wird sich am Donnerstag auf der Pressekonferenz zu dem erneuten Verletzungsdrama um Kilian äußern. Sportdirektor Thomas Kessler hatte bereits bei der Bekanntgabe der Diagnose seine Erschütterung zum Ausdruck gebracht. „Die erneute Kreuzbandverletzung von Luca trifft uns alle sehr. Es ist unglaublich bitter“, sagte der Sportdirektor. „Als FC-Familie werden wir ihn eng begleiten, ihm bestmögliche Unterstützung geben und gemeinsam dafür sorgen, dass er die nötige Kraft findet, um diesen erneuten Rückschlag zu meistern.“
Rückkehr nicht vor dem Frühjahr 2026
Zweimal hat sich Kilian bereits zurückgekämpft, und doch konnte er seit März 2024 kein einziges Pflichtspiel mehr für die FC-Profis bestreiten. Am 30. November hatte er gegen Rot-Weiß Oberhausen sein Comeback gefeiert, am 7. Dezember gegen Eintracht Hohkeppel dann die erneute Verletzung erlitten.
Seitdem gelang ihm zwar schneller als erwartet die Rückkehr ins Mannschaftstraining noch während der Sommer-Vorbereitung. Doch zuletzt hatte der Oberschenkel, aus dem die Ärzte bei der zweiten Operation eine Sehne entnommen hatten, um das Kreuzband zu korrigieren, Probleme gemacht. Nun die bittere Gewissheit, dass erneut Monate der Reha vor dem 26-Jährigen liegen. Vor dem Frühjahr 2026 wird Kilian wohl nicht auf den Rasen zurückkehren können.







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