Letzter beim Cologne Cup! FC blamiert sich gegen Viktoria und Fortuna

Die zwei Tore von Ragnar Ache halfen dem 1. FC Köln beim Cologne Cup nicht weiter. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Die zwei Tore von Ragnar Ache halfen dem 1. FC Köln beim Cologne Cup nicht weiter. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Rang sechs in der Bundesliga, aber nur der letzte Platz beim Stadtturnier: Der 1. FC Köln hat sich am Donnerstagabend beim Cologne Cup blamiert und im Südstadion sowohl gegen Drittligist Viktoria als auch gegen Viertligist Fortuna Köln mit 1:2 verloren.

Aus dem Südstadion berichten Sonja Gauer und Martin Zenge

Die zweite Auflage des Cologne Cups diente erneut dem guten Zweck. Die Einnahmen des Benefizturniers kommen der Kinder- und Jugendarbeit von Amateurvereinen in sozialen Brennpunkten zugute. Der zweiten Reihe des 1. FC Köln, die sich in Abwesenheit der Nationalspieler und einiger verletzter Stammkräfte am Donnerstag im Südstadion zeigen sollte, kam der Stadtvergleich allerdings ganz und gar nicht zugute. Die in der Bundesliga so stark gestarteten Geißböcke gaben in der Länderspielpause ein schwaches Bild ab und mussten sich sowohl der Viktoria als auch der Fortuna nach jeweils 45 Minuten geschlagen geben.

So lief das Turnier

1:2 gegen Viktoria Köln: Nachdem die Fortuna das Auftaktmatch gegen Viktoria durch einen Treffer von Luca Majetic mit 1:0 gewonnen hatte, startete der 1. FC Köln ins Turnier – und enttäuschte. In einer äußerst zähen Partie lieferte sich Ragnar Ache ein Privatduell mit Viktoria-Keeper Arne Schulz. Gleich drei Großchancen vergab der FC-Angreifer, scheiterte dabei zweimal im Eins-gegen-eins frei vor dem Tor des Drittligisten. Auf der Gegenseite gelang Soichiro Kozuki das 1:0 für den Underdog, U21-Youngster Yannick Mausehund fälschte unglücklich ab (34.).

Währenddessen krümmte sich Ache vor Schmerzen auf dem Rasen des Südstadions. In der Entstehung des Gegentreffers war der Angreifer im Mittelkreis niedergerissen worden. Ache wurde anschließend am Sprunggelenk behandelt, konnte aber weitermachen – und erzielte den Ausgleich. Von Tom Krauß geschickt, setzte sich der Ex-Lauterer im Viktoria-Sechzehner gegen Akyekum und Eisenhuth durch und markierte das 1:1 (41.). Das letzte Wort hatte allerdings die Viktoria, der mit Abpfiff der 2:1-Siegtreffer gelang. Ex-FC-Talent Samuele Carella stahl sich nach einer Flanke von der rechten Seite im Zentrum davon und schoss aus fünf Metern unbedrängt ein.

Ragnar Ache musste gegen Viktoria Köln behandelt werden. (Foto: GEISSBLOG)
Ragnar Ache musste gegen Viktoria Köln behandelt werden. (Foto: GEISSBLOG)

1:2 gegen Fortuna Köln: Nach der Niederlage gegen Viktoria hätte der FC gegen Fortuna einen Sieg mit zwei Treffern Vorsprung benötigt, um sich dank des dann besseren Torverhältnisses den Turniersieg zu sichern. Ache, der trotz zwischenzeitlicher Blessur erneut auflief, ebnete zunächst den Weg. Nach Vorarbeit von Florian Kainz tauchte der Stürmer alleine vor dem Fortuna-Tor auf und blieb diesmal, anders als gegen Viktoria, im Eins-gegen-eins-Duell eiskalt (10.).

Dann allerdings rückte ein Mann mit dem Namen Wirtz in den Mittelpunkt – Fortuna-Stürmer Enzo Wirtz. Erst rutschte Etienne Borie im Strafraum weg und holte seinen Gegenspieler von den Beinen, Wirtz verwandelte den fälligen Strafstoß zum 1:1 (26.). Dann leistete sich Ron-Robert Zieler einen Riesenbock, nach einem völlig verunglückten Passversuch des Weltmeisters traf Wirtz aus knapp 20 Metern ins leere Tor. Damit sicherte sich Viertligist Fortuna mit zwei Erfolgen den Turniersieg. Der FC, der die erste Auflage für sich entschieden hatte, wurde punktlos Letzter des Cologne Cups.

Personal

So spielte der FC gegen Viktoria: Zieler – Mausehund, Dabrowski, Özkacar – Gazibegovic, Krauß, Kainz, Castro-Montes – Waldschmidt, Ache, Maina

So spielte der FC gegen Fortuna: Zieler – Mausehund (17. Hübers), Heintz, Özkacar (17. Schmied) – Sebulonsen, Huseinbasic, Kainz (17. Martel), Castro-Montes (17. Lund) – Waldschmidt (17. Borie), Ache (17. Akumu), Maina

Zur Aufstellung: Wie angekündigt, schenkte Lukas Kwasniok vor allem jenen Profis Einsatzzeit, die in den Pflichtspielen zuletzt vornehmlich zuschauen mussten. Mit Yannick Mausehund, der in beiden Partien in der Startelf stand, sowie Luc Dabrowski und Maik Afri Akumu durften sich drei Nachwuchstalente erstmals bei den Profis präsentieren; auch Etienne Borie war mal wieder dabei.

Fazit

Der 1. FC Köln hat sich beim Cologne Cup nicht mit Ruhm bekleckert. Lukas Kwasniok, der in jedem Spiel – ob im Südstadion bei einem Benefizturnier oder im RheinEnergieStadion gegen die Bayern – Vollgas fordert, dürfte dieser Abend nicht gefallen haben. Anders als in der ersten Länderspielpause, beim 9:1 gegen Schwarz-Weiß Essen, konnte sich kein Akteur aus der zweiten Reihe empfehlen. Nach dem freien Wochenende muss der FC in der Bundesliga wieder ein anderes Gesicht zeigen.

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