Er zählt zu den Gewinnern des Saisonstarts: Sebastian Sebulonsen ist beim 1. FC Köln ohne Anlaufzeit zu einem unumstrittenen Stammspieler avanciert. Lukas Kwasniok erklärt, warum der Neu-Nationalspieler so wertvoll ist.
Als Sebastian Sebulonsen Mitte Juli von Bröndby IF zum 1. FC Köln wechselte, war er für die Fans und Experten rund ums Geißbockheim ein unbeschriebenes Blatt – drei Monate später ist der Norweger einer der Gründe für den positiven Saisonstart und darf auf ein WM-Ticket an der Seite von Superstar Erling Haaland hoffen.
Mit seinen guten, stabilen Leistungen in der Bundesliga, wo er an sechs von sechs Spieltagen in Lukas Kwasnioks Startelf stand, hat sich der Rechtsverteidiger für die Nationalmannschaft empfohlen. Am Dienstag feierte der von Ex-FC-Coach Stale Solbakken nachnominierte Sebulonsen im Testspiel gegen Neuseeland sein Debüt und kommentierte dieses Karriere-Highlight auf Instagram gewohnt zurückhaltend. „Stolzer Moment“, schrieb der 25-Jährige nach seinem ersten A-Länderspiel und fügte noch ein freundliches Emoji hinzu.
Kwasniok: „Seb ist halt eine Maschine“
Ansonsten ist Sebulonsen jemand, der Leistungen sprechen lässt. Zur Freude von Lukas Kwasniok, der vor dem Heimspiel gegen Augsburg – nicht zum ersten Mal –über den Schienenspieler schwärmt: „Seb ist halt eine Maschine, der kann die Linie rauf- und runterrennen, bis der Arzt kommt.“
Schon nach dem 1:0-Sieg in Hoffenheim hatte der FC-Trainer dem Norweger ein Sonderlob ausgesprochen. „Für so spezielle Aufgaben wie in Hoffenheim ist er sehr gut geeignet, weil er sowohl in der Defensive seinen Mann steht als auch in der Offensive mit seiner dauerhaften Bereitschaft, Wege in die Tiefe zu machen, im Rücken des Gegners eine Bedrohung darstellt“, erklärt Kwasniok nun.
Es sind viele Faktoren, die Sebulonsen für den FC so wertvoll machen. Neben seinem Tempo (bisheriger Top-Wert 33,81 km/h) kommt auch seine Größe (1,87 Meter) hinzu. „Er ist körperlich sehr präsent, hilft uns bei Standards. Es ist immer ein Vorteil, einen großen Wingback zu haben, weil du einen kopfballstarken Spieler mehr auf dem Feld hast“, so Kwasniok.
Schon in der Saisonvorbereitung hatte der FC-Trainer einen besonderen Vergleich gewagt: „Das ist so ein bisschen der Ivan Drago des Fußballs“, nahm Kwasniok bei Sebulonsen Bezug auf einen Charakter aus der „Rocky“-Filmreihe, dargestellt von Hollywood-Star Dolph Lundgren. Bei Sebulonsen sehe man „gefühlt Muskeln im Gesicht“.
Kwasniok wünscht sich den nächsten Step
Das frühe Lob konnte der Blondschopf in seinen ersten Bundesliga-Wochen mit Leben füllen. Wobei Sebulonsen natürlich längst nicht der einzige Neuzugang ist, der sich im Eiltempo eingefunden hat. „Bei ihm ist genau das eingetreten wie auch bei einem Said El Mala, Jakub Kaminski oder Isak Johannesson, um mal drei zu nennen: Dass sie hierherkommen, sich stabilisieren und in der Bundesliga Akzente setzen können“, sagt Kwasniok.
Er freue sich natürlich über diese Entwicklung, möchte aber selbstverständlich noch mehr sehen: „Wir sind erst am sechsten Spieltag und hoffen, dass wir in zehn, 15 Spielen noch mal einen Step vorwärtsgekommen sind.“
Auf welche Elf setzt Kwasniok gegen Augsburg?
Am Samstag (15.30 Uhr) gegen Augsburg dürfte Sebulonsen zum siebten Mal in Kwasnioks Startelf stehen, alles andere würde verwundern. Darüber hinaus könnte der Kölner Coach – gegen den traditionell aggressiv auftretenden FCA – auf ein kampfstarkes Dreiermittelfeld setzen. Natürlich ist bei Kwasniok auch immer mit Überraschungen zu rechnen. Sebulonsen allerdings ist bislang eine Konstante.
So könnte der 1. FC Köln gegen Augsburg starten: Schwäbe – Sebulonsen, Hübers, Schmied, Lund – Johannesson, Martel, Krauß – Thielmann, Ache, Kaminski








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