„Hat uns leid getan“: Darum hat sich Kwasniok Sorgen um das Stadion gemacht

Emotional an der Seitenlinie gegen die Bayern: Lukas Kwasniok. (Foto: IMAGO / Sven Simon)
Emotional an der Seitenlinie gegen die Bayern: Lukas Kwasniok. (Foto: IMAGO / Sven Simon)

Der 1. FC Köln hat sich am Ende deutlich mit 1:4 (1:2) gegen den FC Bayern München geschlagen geben müssen. Trotzdem konnten die Kölner einiges positives aus dem Pokal-Abend mitnehmen. Die Stimmen zum Spiel.

Aus dem RheinEnergieStadion berichten Sonja Gauer, Linda Dragovic und Marc L. Merten

Ron-Robert Zieler

„Wir haben uns gut verkauft, gerade in der ersten Hälfte den Bayern vieles abverlangt. Wir haben sie vor Aufgaben gestellt, haben auch für Chaos gesorgt und konnten so Chancen kreieren. Wir sind nicht unverdient in Führung gegangen. Umso bitterer ist es, dann mit 1:2 in die Pause zu gehen. Das hatten wir nicht verdient. Man hat gemerkt, dass selbst gegen die Bayern etwas möglich ist, auch wenn sie hinten raus eine gewisse Dominanz hatten. Beim 1:3 kam der Ball auf den ersten Pfosten. Ich habe noch versucht hinzukommen, aber die Bayern haben einen Block gestellt und ich bin nicht mehr hingekommen. Wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir auch gegen gute Mannschaften mithalten können. Wir haben zwar nichts Zählbares geholt, sind aber nicht weit weg. Wir werden unseren Weg konsequent weitergehen. Wir hatten einen guten, soliden Start in die Saison, und darauf können wir aufbauen.“

Ragnar Ache

„Das Tor war ein geiles Gefühl. Es war die letzten Wochen nur Assists, keine Tore. Wenn man dann endlich das Tor schießt, fühlt man sich erleichtert. Der Glaube war sehr groß gegen die Bayern, und wenn man das 1:0 schießt, umso mehr. Das erste Gegentor war Abseits, das zweite Tor macht Harry Kane überragend. Dann rennt man wieder hinterher, und da sieht man, welche Qualität die haben. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, das müssen wir am Wochenende wieder zeigen und analysieren, was wir nicht gut gemacht haben. Dann geht es gegen den HSV weiter. Das wird wichtig. Wir haben länger nicht mehr gewonnen, da haben wir ein paar Punkte einzusammeln.“

Vincent Kompany

„Wenn wir nicht so reagiert hätten, wie wir nach dem 0:1 reagiert haben, hätte ich mir Sorgen gemacht. Es war eine schwierige Anfangsphase. Köln hat am Anfang fast alles richtig gemacht, die Zweikämpfe gewonnen. Was ich von unserer Mannschaft liebe, ist, dass sie ruhig geblieben ist. Sie haben sich das Spiel verdient, weil wir wieder in die Zweikämpfe reingekommen sind. Es gibt viele Spieler, die würden beim Rückstand weiche Beine bekommen. Das Gefühl hatte ich bei uns nicht.“ 

Lukas Kwasniok

„Glückwunsch an den FC Bayern für einen absolut verdienten Sieg über 90 Minuten. Wir haben es geschafft, die Bayern über 30 Minuten vor eine Challenge zu stellen. Wir haben sie in viele Luftduelle verwickelt, sie immer wieder angefüttert. Wir hatten Ragnar als Zielspieler vorne und wollten sie Mann-gegen-Mann vom Tor weghalten. 30 Minuten ist uns das ganz gut gelungen. Dann kassierst du die zwei Tore innerhalb von vier Minuten, dann wird es ganz schwer. Mit dem Standard zum 1:3 war der Deckel drauf. Das hat uns Leid getan für die Stimmung: Die war rund um die Führung sensationell, ich habe mir da Sorgen um das Stadion gemacht. 1:4 hört sich hart an, aber wir sind nicht die ersten, die gegen die Bayern den Hintern versohlt bekommen haben. Dann musst du akzeptieren, dass du als Underdog ganz viele Zutaten brauchst, um das Glück zu haben, gegen die Bayern zu gewinnen. Die hatten wir heute nicht.“ 

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