Said El Mala wird am Samstag bei Borussia Mönchengladbach wieder in der Startelf des 1. FC Köln stehen. Das gilt auch für Jakub Kaminski. Wie bringt Lukas Kwasniok das Duo diesmal zusammen?
Es gibt eine Statistik, die unter anderem erklärt, warum Julian Nagelsmann in dieser Woche Said El Mala erstmals für die deutsche Nationalmannschaft berufen hat. Der Stürmer des 1. FC Köln generierte laut Opta in dieser Bundesliga-Saison schon 1,35 Expected Goals durch Eins-gegen-Eins-Situationen – und damit mehr als jeder andere Spieler der fünf großen europäischen Ligen.
Am Freitag hat Lukas Kwasniok jedoch einen Einblick gewährt, dass diese Entwicklung am Ende der Vorbereitung nicht direkt absehbar war. „Wir haben vor dem Regensburg-Spiel gesprochen. Da war ich mit dem Leistungsfortschritt noch nicht einverstanden“, berichtete der FC-Trainer. „Da habe ich gesagt: ‚Said, ich erwarte, dass du noch eine Zahn zulegst, weil es sonst eng werden könnte mit Bezug auf den Kader.'“
Wenn ich ihn jetzt weniger spielen lassen würde, würde ich ihn daran hindern, besser zu werden
Lukas Kwasniok
Das war vor nicht einmal drei Monaten. Seitdem hat sich viel verändert. Auch, weil El Mala vor allem eines demonstrierte: Lernbereitschaft. „So ist Said. Der nimmt das an und entwickelt sich. Jetzt ist er mehr als nur ein Unterschiedsspieler in den letzten 15 bis 20 Minuten, sondern kann die Dinge schon von Beginn an abrufen. Said ist für uns mittlerweile zu einer ernsthaften Startelf-Option geworden.“
Kein Wunder, dass Kwasniok am Freitag durchblicken ließ, dass El Mala im Derby bei Borussia Mönchengladbach von Beginn an auflaufen wird. „Das Wichtigste ist, dass wir einen Spieler nicht daran hindern, noch besser zu werden. Das ist unser Auftrag als Trainer“, sagte Kwasniok. „Und wenn ich ihn jetzt weniger spielen lassen würde, würde ich ihn daran hindern, besser zu werden. Das will ich nicht. Insofern könnt Ihr Euch ausmalen, wie seine Chancen stehen, im Derby von Beginn an zu spielen.“
Auch Kaminski und Ache in Topform
Das bedeutet aber auch: Jakub Kaminski andererseits wird nicht auf seiner angestammten Seite links vorne agieren. Zuletzt hatte Kwasniok den Polen als „besten Spieler“ im FC-Kader bezeichnet und den 23-Jährigen entweder auf der Neun, als Rechtsaußen oder sogar als rechten Schienenspieler eingesetzt. Am Freitag gab Kwasniok zu, dass er seinen Lieblingsspieler erneut wird versetzen müssen.
Doch Kaminskis Stärke ist die Flexibilität, auch wenn er am liebsten auf der El-Mala-Position spielt. Für die Geißböcke eine Luxus-Situation. Zumal Ragnar Ache im Angriff zuletzt in zwei Spielen in Folge traf und auch Marius Bülter nach seinem wochenlangen Ausfall wieder in Form kommt. Drei der vier wird Kwasniok in Gladbach bringen – oder Kaminski doch wieder auf einer der Schienen bringen, um alle vier aufzubieten?
So könnte der FC spielen: Schwäbe – Schmied, Martel, Özkacar – Sebulonsen, Johannesson, Krauß, Lund – Kaminski, Ache, El Mala








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