Mit fünf Toren in vier Spielen hat Fynn Schenten maßgeblich dazu beigetragen, dass die U19 des 1. FC Köln in der Youth League überwintert. Der Vertrag des Stürmers läuft jedoch Ende der Saison aus. Wie geht es für ihn weiter?
Bei den B-Junioren glänzte Fynn Schenten vor wenigen Jahren noch überwiegend als Vorbereiter, inzwischen überzeugt der Stürmer beim 1. FC Köln jedoch als eiskalter Vollstrecker. In insgesamt 38 Spielen für die A-Junioren hat der 18-Jährige bislang 20 Tore und acht Vorlagen erzielt. In der laufenden Spielzeit kommt der deutsche Meister von 2025 wettbewerbsübergreifend auf 15 Treffer in 18 Spielen.
Mit seinen insgesamt fünf Toren in der Youth League hatte der Angreifer dabei maßgeblichen Anteil daran, dass der FC im internationalen Wettbewerb überwintert. Gegen den FC Midtjylland traf der Deutsch-Franzose im Hinspiel zum 1:1-Ausgleich sowie im Rückspiel beim 4:1-Sieg doppelt. „Er hat genau diese Rolle“, sagte Trainer Stephan Ruthenbeck hinterher über seinen Schützling. Heißt: Die Aufgabe von Schentens Mitspielern ist es eben, ihn in die bestmöglichen Abschlusspositionen zu bringen.
Schenten: „Das war der größte Moment“
„Bei Fynn wissen alle, dass wenn er die Tiefe anbietet, wie auch die Tiefe bespielen müssen“, erklärte Ruthenbeck den Spielstil des Stürmers. In Dänemark zeigte sich Schenten beim 1:0 stark im Eins-gegen-Eins und im Abschluss. Beim späteren 3:1 antizipierte der Angreifer gut und erlief einen schwachen Pass des Gegners. Mit viel Tempo ging der 1,89 Meter große Stürmer schließlich auf das Tor zu und vollendete souverän.
Für Schenten ist es dabei die persönlich bislang erfolgreichste Saison. Auch beim 5:4-Final-Erfolg in der vergangenen Saison in der BayArena stand der Kölner jedoch schon als jüngerer Jahrgang in der Startelf. „Das war der große Moment – der, von dem wir geträumt haben und für den wir gearbeitet haben. Mit dieser U19-Familie hatte man das Gefühl, wie in einem Traum zu sein“, erinnerte sich Schenten Anfang der Saison in einem Interview mit lefussball.com an den Moment der Deutschen Meisterschaft zurück.
Stürmer träumt vom Profi-Vertrag beim 1. FC Köln
Mittelfristig träumt das Talent dabei wie alle anderen Nachwuchsspieler beim 1. FC Köln davon, sein Profi-Debüt zu geben. „Das beste Szenario wäre, wenn das beim 1. FC Köln passiert“, sagte das Eigengewächs, das seit seinem neunten Lebensjahr beim FC im Nachwuchs spielt. Langfristig träumt Schenten dann davon, in der Champions League zu spielen und für die Nationalmannschaft nominiert zu werden.
Dabei könnte er sogar vom deutschen sowie dem französischen Verband berufen werden. Für welche Nation er sich entscheiden würde, will sich der Stürmer offen lassen. „Ich lasse das einfach auf mich zukommen. Ich bin sehr stolz darauf, aus beiden Ländern zu stammen – zwei große Fußballnationen. Ich bin für beide Nationalmannschaften offen und identifiziere mich mit ihnen. Ich bin zu hundert Prozent Deutscher und zu hundert Prozent Franzose.“
In der Rückrunde schon teilweise bei der U21?
Sein nächstes Ziel ist jedoch eine Unterschrift unter seinen ersten Profivertrag. „Und dafür muss ich in dieser Saison viele Tore schießen“, war sich Schenten schon zu Saisonbeginn bewusst. Aktuell ist der Angreifer dabei auf einem guten Weg. Der Vertrag des Spielers läuft derzeit am 30. Juni 2026 aus. Nach GEISSBLOG-Informationen will man den Youngster jedoch schon in der Rückrunde sukzessive bei der U21 in der Regionalliga West ranlassen und ihm somit Spielpraxis im Herrenfußball ermöglichen. Auch Trainingsbesuche bei den Profis dürften folgen.
Konkrete Gespräche über eine Verlängerung sollten daher nur eine Frage der Zeit sein. In den vergangenen Jahren hatte es der FC dabei immer wieder verpasst, frühzeitig mit seinen Talenten zu verlängern und verlor so unter anderem mit U17-Weltmeister Justin von der Hitz einen Garanten aus der Meister-Mannschaft. Aus dem aktuellen U19-Jahrgang laufen Stand jetzt über die Hälfte der Verträge am Saisonende aus. Nicht auszuschließen, dass es dabei in den kommenden Monaten einige Verlängerungen geben wird. Denn im neuen Jahr haben Schenten und seine Teamkollegen als einzige A-Junioren-Mannschaft in Deutschland noch die Chance, in gleich drei Wettbewerben auf sich aufmerksam zu machen.







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