Der 1. FC Köln hat sich mit einer enttäuschenden 0:1-Niederlage gegen Union Berlin in die Weihnachtspause verabschiedet. Während sich Rav van den Berg eine eigentlich gute Leistung mit einer verhängnisvollen Aktion versaute, avancierte Kristoffer Lund einmal mehr zum Unglücksraben. Die Noten zum Spiel.
Aus dem RheinEnergieStadion berichten Sonja Gauer und Martin Zenge
Tor & Abwehr
Marvin Schwäbe
Erlebte einen entspannten Start in den Nachmittag, wurde in der ersten Halbzeit kein einziges Mal gefordert. Dieser Zustand hielt bis zur 67. Minute an, als der Kapitän den Rückstand mit einer Glanztat verhinderte. Unions Querfeld kam nach einer Ecke sieben Meter vor dem Tor zum Kopfball – Schwäbe machte sich ganz lang und lenkte die Kugel an den Pfosten. Beim Gegentor dann machtlos, die Sicht war ihm komplett versperrt.
GEISSBLOG-Note: 2,0
Sebastian Sebulonsen
Nach einem Ausflug in die Innenverteidigung kehrte der Rechtsverteidiger auf seine Stammposition zurück. Zu Beginn mit einem Stellungsfehler gegen Ansah, der sich allerdings nicht rächte (12.). Nach einer Grätsche gegen selbigen früh verwarnt (13.). Sebulonsen kam dennoch stabil und solide durch und trat in der Offensive mehrfach in Erscheinung. Er blieb mit einer brauchbaren Ablage auf Ache (32.) sowie einem geblockten Schuss (65.) aber glücklos.
GEISSBLOG-Note: 3,5
Rav van den Berg
Direkt hellwach, als er am eigenen Sechzehner Ansah stellte (3.). Generell sehr aufmerksam und mit dem korrekten Timing in den Zweikämpfen. Eigentlich war der Niederländer der beste Kölner – bis zu seinem verhängnisvollen Handspiel und der Roten Karte (82.). Die Szene muss er einfach anders lösen, da zahlte van den Berg mächtig Lehrgeld und leitete die Niederlage ein.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Dominique Heintz
Nach zwei verpassten Spielen aufgrund eines Muskelfaserrisses direkt wieder in der Startelf. Man sah ihm die Pause überhaupt nicht an, Heintz verlor in der ersten Halbzeit keinen Zweikampf. Seine Erfahrung und Gelassenheit tat dem FC gut. Einziger Minuspunkt war ein verlorenes Kopfballduell mit Querfeld, das Schwäbe zur erwähnten Glanztat zwang.
GEISSBLOG-Note: 2,5
Kristoffer Lund
Durfte erstmals seit gut einem Monat von Beginn an ran und wirkte mehrfach konfus in seinen Aktionen. Zwischenzeitlich fing sich der Linksverteidiger und minimierte seine Fehler. Am Ende avancierte er allerdings doch wieder – wie schon gegen Gladbach und Frankfurt – zum Unglücksraben. Vor dem 0:1 klärte Lund einen schwachen Eckball unzureichend genau vor die Füße von Torschütze Schäfer. Bitter.
GEISSBLOG-Note: 5,0
Cenk Özkacar (ab 86. Minute)
Kam, um in Unterzahl das 0:0 über die Zeit zu bringen, gewann aber keinen seiner Zweikämpfe. Wenngleich Özkacar für den Gegentreffer natürlich nichts konnte.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Mittelfeld
Eric Martel
Gegen die kampfbetonten Unioner als Abräumer vor der Viererkette gefragt. Führte mal wieder die meisten Zweikämpfe (18) und gewann davon die Mehrzahl (12). Impulse für die Offensive gingen von Martel allerdings nicht aus.
GEISSBLOG-Note: 3,5
Tom Krauß
Sollte auf der Doppelsechs wohl für die spielerischen Akzente sorgen und hatte auch eine außerordentlich starke Passquote von 95 Prozent. Doch Krauß mangelte es dabei an Kreativität. Leidenschaft brachte er hingegen definitiv auf den Rasen.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Isak Johannesson
Zuletzt zweimal Joker, nun zurück in der Startelf. Wirkte zunächst wieder deutlich frischer und spielfreudiger. Als Spielmacher vor den beiden Sechsern setzte der Isländer seine Teamkollegen in Szene, wie bei einer der Kaminski-Chancen (25.). Mit zunehmender Dauer nahm Johannessons Einfluss aber immer mehr ab.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Denis Huseinbasic (ab 68. Minute)
Kam für Krauß, um die Schlussoffensive anzukurbeln, blieb jedoch blass.
GEISSBLOG-Note: 4,5
Linton Maina (ab 86. Minute)
Maina löste Kaminski ab und war in den Schlussminuten nur dreimal am Ball.
GEISSBLOG-Note: keine Note
Angriff
Jan Thielmann
Thielmann durfte wieder als Rechtsaußen statt auf der Schiene ran. In der Arbeit gegen den Ball wie üblich fleißig und mit einigen Ballgewinnen – so zum Beispiel vor Kaminskis erster Chance. Wie so viele Kölner nach dem Seitenwechsel zunehmend unsichtbarer.
GEISSBLOG-Note: 3,5
Ragnar Ache
Erster Start-Auftritt seit vier Wochen. Ache fand offensiv nie wirklich ins Spiel, beziehungsweise wurde er von seinen Mitspielern zu selten gefunden. Mit seiner Kopfballstärke aber wichtig beim Verteidigen von Standards. Ging zudem weite Wege in die eigene Hälfte.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Jakub Kaminski
Der Linksaußen war an jeder gefährlichen Aktion der ersten Halbzeit beteiligt. Kaminski hatte die erste Kölner Chance, als er nach sechs Minuten vor dem Union-Sechzehner das Tempo anzog und dann im Strafraum abzog. Auch die zweite Möglichkeit bot sich ihm, als er aus 16 Metern direkt draufhielt und knapp vorbeischoss (23.). Zwei Minuten später prüfte er Rönnow mit einem Flachschuss (25.). Doch auch der Pole tauchte nach der Pause zusehends ab.
GEISSBLOG-Note: 3,0
Marius Bülter (ab 58. Minute)
Ersetzte Ache und war in Sachen Torgefahr ebenso wenig ein Faktor wie sein Vorgänger. Bülter rettete nach 90 Minuten allerdings im eigenen Strafraum bei einer Chance von Khedira. So hielt das 0:0 zumindest noch eine Minute.
GEISSBLOG-Note: 4,0
Said El Mala (ab 68. Minute)
Der Hoffnungsträger musste erstmals nach drei Startelf-Einsätzen wieder auf die Bank und wurde bei seiner Einwechslung lautstarker als alle Teamkollegen begrüßt. El Mala kam jedoch nicht in seine gewohnten Aktionen, sein Joker-Auftritt verpuffte.
GEISSBLOG-Note: 4,0







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