Ein Top-Scorer nur auf der Bank: Said El Mala durfte beim 0:1 gegen Union Berlin überraschend nicht beginnen. Lukas Kwasniok hat seine Entscheidung nach der Niederlage erläutert und zudem auch berichtet, warum Luca Waldschmidt kurzfristig fehlte.
Am Freitag stieg Said El Mala mit einem Preisschild von 40 Millionen Euro zum wertvollsten Spieler in der Historie des 1. FC Köln auf, glaubt man den Werten des Portals Transfermarkt.de. Am Samstag allerdings fand sich der Torjäger der Geißböcke im Heimspiel gegen Union Berlin zunächst nur auf der Bank wieder. Nach zuletzt drei Startelf-Einsätzen in Serie stand El Mala diesmal nicht in der Anfangsformation.
Lukas Kwasniok erklärte seine überraschende Entscheidung nach der 0:1-Niederlage wie folgt: „Wir hatten unsere beste Phase in dieser Saison, als wir uns darauf fokussiert haben, gegen Mannschaften so zu beginnen, dass wir abarbeiten. Wir wollten Spieler auf das Feld bekommen, die in der Lage dazu sind, in allererster Linie die Drecksarbeit zu verrichten.“
Kwasnioks El-Mala-Plan geht nicht auf
So setzte der FC-Trainer in der vordersten Reihe zunächst auf die fleißigen Jakub Kaminski und Jan Thielmann, die auch im Sommer beim starken Saisonstart mit sieben Punkten aus drei Partien das Flügelduo gebildet hatten. Das Motto: Erst mal dagegenhalten, dann zuschlagen. Hintenraus wollte Kwasniok „mit ein paar Künstlern mehr auf dem Feld das Spiel vielleicht für uns entscheiden.“ Das sei „der Gedankengang“ gewesen.
Und solch ein Happy End war durchaus im Bereich des Möglichen. Schließlich stand es noch 0:0, als El Mala nach 68 Minuten eingewechselt und von den Fans frenetisch begrüßt wurde. Der 19-Jährige war jedoch nur neunmal am Ball, durfte nur einmal dribbeln. Kurzum: Der Shootingstar war an diesem Nachmittag kein Faktor. „Leider Gottes war es so, dass wir ihn nicht ganz so gut gefunden haben“, wusste auch Kwasniok, dass der Joker-Plan diesmal verpuffte.
Waldschmidt mit Kader-Aus beim Essen
Einer der Gründe aus der Sicht des Trainers: Mit Luca Waldschmidt fiel ein Spieler, der El Mala in Szene setzen kann, kurzfristig aus. „Luca ist uns beim Essen weggebrochen“, berichtete Kwasniok: „Er war beim Prematch-Meal noch dabei, musste sich dann aber übergeben. Dieser kongeniale Partner hat uns in der letzten halben Stunde gefehlt mit seiner Kreativität.“
Ein Kader-Aus beim Essen – das gab es bei all dem Verletzungspech der vergangenen Wochen und Monate noch nicht. „Ich will nicht jammern, aber es passt zur Gesamt-Konstellation“, nahm Kwasniok Bezug auf die nicht aufhören wollenden Ausfälle und kündigte an: „Es gilt, ruhig zu analysieren und zu hinterfragen, warum es uns aktuell etwas mehr erwischt als in den ersten Spielen.“








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