FC lässt viel liegen, aber Maina sichert sehenswert den Testspiel-Sieg

Marius Bülter hat gegen den FC Lugano zur 1:0-Führung getroffen. (Foto: Gauer)
Marius Bülter hat gegen den FC Lugano zur 1:0-Führung getroffen. (Foto: Gauer)

Der 1. FC Köln hat sich im einzigen Spiel der kurzen Winter-Vorbereitung einen 2:1 (1:0)-Sieg gegen den FC Lugano gesichert. Nach zuvor vielen vergebenen Chancen besorgte Linton Maina zehn Minuten vor dem Ende für den Siegtreffer.

Aus dem Trainingslager in La Nucia berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten

Schmuddelwetter statt spanisches Mittelmeehr-Feeling: Die äußeren Bedingungen waren für den 1. FC Köln am Montag zumindest ein leichter Vorgeschmack auf das Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim am kommenden Samstag. Bei zum Teil strömenden Regen und Temperaturen um die sieben Grad trat der FC zum einzigen Testspiel der kurzen Winter-Vorbereitung an der spanischen Costa Blanca auf den Schweizer Erstligisten FC Lugano. Anders als vor einem Jahr in Marbella (3:3) gab es diesmal einen Sieg gegen den Club aus dem Kanton Tessin.

Tore und Highlights

28. Minute: Nach einer Anfangsphase ohne nennenswerte Toraktionen ging der FC mit seiner ersten Chance in Führung. Der Bundesligist tankte sich auf der rechten Seite durch, wobei Thielmann Glück hatte, dass ihm der Ball nach einer Klärungsaktion eines Schweizers vor die Füße fiel. In der Mitte nahm Bülter den Ball unter Bedrängnis dann direkt und setzte ihn ins lange Eck zur 1:0-Führung. 

Weitere Szenen im ersten Durchgang: In der Folge hatte Lugano mehr Spielanteile und drückte zeitweise auf den Ausgleich. Nach einem Fehler im Spielaufbau von Marvin Schwäbe setzte Hicham Mahou den Ball jedoch freistehend am langen Pfosten vorbei (33.). Fünf Minuten später war es erneut Mahou, der aus zentraler Position nach schöner Kombination über die rechte Seite vergab. Kurz vor der Pause dann noch einmal der FC in Aktion: Einen Freistoß von Castro-Montes köpfte Bülter jedoch über die Latte (44.).

56. Minute: Im zweiten Durchgang tausche Trainer Lukas Kwasniok seine Elf einmal vollständig aus. Dabei setzte nach zehn Minuten zunächst Luca Waldschmidt einen Schuss mit seinem schwächeren rechten Fuß über das Schweizer Tor. Nur Augenblicke später fiel dann der Ausgleich. Youngster Yannick Mausehund ließ sich an der Torauslinie den Ball abluchsen. Über Umwege kam die Kugel dann zu Guillard-Brault, der in der Mitte Kevin Behrens bediente. Der Ex-Bundesliga-Stürmer köpfte schließlich zum 1:1-Ausgleich ein.

65. Minute: Der FC kam nach dem Ausgleich zu weiteren Chancen, vergab diese jedoch kläglich. Erst verpasste Linton Maina den richtigen Moment des Abspiels auf Said El Mala (61.), dann traute sich Tom Krauß nicht, selbst abzuschließen und suchte vergebens einen Mitspieler (65.). Zudem verpasste Lund per Kopf (66.) und Luca Waldschmidt ließ den Ball aus aussichtsreicher Position zu einem vermeintlichen Mitspieler durch, der jedoch nicht zur Stelle war (68.).

80. Minute: Zehn Minuten vor dem Ende fiel dann doch noch die erneute Führung für den FC! Einen langen Ball verlängerte Ragnar Ache per Kopf in den Lauf von Linton Maina. Der Lugano-Keeper eilte heraus, Maina hob den Ball drüber und schloss mit dem nächsten Kontakt zum 2:1 ab. Ein starker Treffer des Angreifers!

Personal

So spielte der FC in der ersten Halbzeit: Schwäbe – Sebulonsen, Martel, Heintz – Thielmann, Huseinbasic, Johannesson, Castro-Montes – Kaminski, Schenten, Bülter

So sielte der FC in der zweiten Halbzeit: Zieler – Mausehund, van den Berg, Özkacar – Maina, Krauß, Kainz, Lund – Waldschmidt, Ache, El Mala

Fazit

In einem intensiven und körperlich teils hart geführten Testspiel konnte der FC in der ersten Halbzeit eine leichte Feldüberlegenheit zur Führung nutzen. Allerdings luden die Geißböcke nach der Pause die Schweizer zum Ausgleich ein, und so schien es, als ob der FC auch ein Jahr nach dem 3:3 gegen Lugano erneut nicht würde gewinnen können. Mainas Tor sorgte schließlich für den Sieg und vor allem für ein gutes Gefühl, um nun mit einem Erfolgserlebnis die Vorbereitung auf Heidenheim aufnehmen zu können. Dennoch zeigte die Partie auch, dass der FC weiterhin viel Arbeit vor sich hat. Spielerisch gelang erneut nur selten das, was sich Kwasniok von seiner Mannschaft erhofft.

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