„Er wird beginnen“: Kwasniok gibt Garantie – und lässt Kader-Fragen offen

Isak Johannesson (re.) im Gespräch mit Kristoffer Lund. (Foto: Bucco)
Isak Johannesson (re.) im Gespräch mit Kristoffer Lund. (Foto: Bucco)

Mit welcher Aufstellung wird der 1. FC Köln am Mittwochabend versuchen, den FC Bayern München zu ärgern? Cenk Özkacar wird spielen. Und Isak Johannesson? Der Isländer wurde zuletzt nicht berücksichtigt.

Vor dem Heimspiel gegen den FC Bayern München hat Lukas Kwasniok mehrere Fragen zur Startelf und zum Kader offen gelassen. Ob Luca Waldschmidt und Florian Kainz zurückkehren werden, nachdem sie zuletzt beim 1. FC Heidenheim nicht im Aufgebot gestanden hatten? Der Trainer des 1. FC Köln wollte sich nicht festlegen.

Stattdessen lobte er seine Talente Fynn Schenten und Youssoupha Niang: „Die Jungen werden sich nicht so einfach wegbeißen lassen.“ Gut möglich, dass Kwasniok gar keine Entscheidung wird treffen müssen. Eric Martel wird Gelb-gesperrt aus dem Kader rücken. Ein Platz war in Heidenheim ohnehin frei geblieben. So könnten Waldschmidt und Kainz einfach nachrücken, ohne einem anderen Spieler einen Platz wegzunehmen.

Pokal-Elf nicht mehr repräsentativ

Das dürfte die einfachste Entscheidung für Kwasniok sein, sofern sich kurz vor dem Spiel nicht noch ein Spieler abmelden sollte. Darüber hinaus aber muss der FC-Trainer wohl noch etwas überlegen, wen er tatsächlich in die Startelf beordern wird. „Die große Challenge gegen die Bayern ist es immer, die Leistung über 90 Minuten hinzubekommen“, sagte Kwasniok. „Nur mit Mann und Maus zu verteidigen, damit hast du keine Chance.“

Wem also traut er es zu? Im DFB-Pokal beim 1:4 hatte Kwasniok es im 3-4-3 mit Martel, Schmied und Lund hinten versucht, mit Sebulonsen und Kaminski auf den Schienen, Krauß und Johannesson im Zentrum sowie mit Bülter, Ache und El Mala vorne drin. Dieses Mal wird die Startelf deutlich anders aussehen, und das nicht nur, weil Bundesliga-Torhüter Marvin Schwäbe den Pokal-Torhüter Ron-Robert Zieler ersetzen wird.

Johannesson sucht nach seiner Form

Die Dreierkette hinten wird wohl mit Sebulonsen, Simpson-Pusey und Özkacar besetzt werden. Da sechs Innenverteidiger gesperrt oder verletzt fehlen, ist dies das mehr oder weniger letzte Aufgebot Kwasnioks. „Cenk wird beginnen“, sprach Kwansiok seinem zuletzt kaum berücksichtigten Verteidiger am Dienstag eine Einsatzgarantie aus. „Er hat ganz viel körperliche Wucht mit einem guten Kopfballspiel und wird seine Bewährungsprobe bekommen.“

Offen ist, wer neben Krauß auf der Doppelsechs beginnen wird. Huseinbasic bewarb sich in Heidenheim nicht für einen weiteren Startelf-Einsatz. Johannesson stand dagegen überhaupt nicht auf dem Platz und musste 90 Minuten zusehen. „Das hat das Spiel nicht hergegeben“, sagte Kwasniok am Dienstag, äußerte dann aber auch Kritik an der Form des Isländers. „Er ist gerade nicht unantastbar und muss sich mit anderen duellieren. Er befindet sich in einem Prozess. Es ist aber normal, dass es auch mal eine Delle gibt.“

Bülter oder El Mala im Angriff?

Dennoch könnte Johannesson aufgrund seiner großen Laufstärke den Vorzug vor Huseinbasic erhalten, um im Mittelfeld möglichst viele Kilometer gegen die Bayern abzureißen. Gleiches könnte im Angriff neben dem wuchtigen und bei Standards wichtigen Ragnar Ache sowie Pressing-Maschine Jakub Kaminski für Marius Bülter und gegen Said El Mala sprechen. Der pfeilschnelle El Mala wäre zwar für mögliche Konter prädestiniert. Bülter jedoch ist mehr noch Arbeiter als Virtuose – und gegen den Rekordmeister könnte Kwasniok genau darauf setzen.

Auch am Dienstag betonte Kwasniok bezüglich El Mala: „Ich habe den besten Einwechsler der ganzen Liga zur Verfügung. Er hat jetzt einen Marktwert von 40 Millionen Euro, den er sich durch seine Scorer generiert hat. Diese Scorer hat er aber überwiegend in der zweiten Halbzeit gemacht“, sagte Kwasniok. „Unser Ziel ist es, ihn immer besser zu machen – auch von Beginn an. In diesem Entwicklungsprozess steckt er, und den nimmt er an. Der Junge ist so klar im Kopf, dass er, glaube ich, dem Trainerteam und dem Verein mehr vertraut als dem ganzen Hype drum herum.“

So könnte der FC spielen

Wie wird Kwasniok entscheiden? Auch mit Blick auf das so wichtige Heimspiel am Samstag gegen Mainz 05? Das Duell gegen den Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt ist von größter Bedeutung in der aktuell schwierigen Lage. Diesem Spagat zur größten Herausforderung der Liga, dem FC Bayern München, muss Kwasniok ebenfalls am Mittwochabend gerecht werden.

So könnte der FC spielen: Schwäbe – Sebulonsen, Simpson-Pusey, Özkacar – Thielmann, Johannesson, Krauß, Castro-Montes – Bülter, Ache, Kaminski

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