Wie aus den Heimspiel-Wochen Festspiel-Wochen werden sollen

Die Bestrahlung des Rasen in Müngersdorf, hier am 10. Januar 2026. (Foto: Bucco)
Die Bestrahlung des Rasen in Müngersdorf, hier am 10. Januar 2026. (Foto: Bucco)

Den Klassenerhalt zu Hause sichern: In den kommenden Wochen hat der 1. FC Köln mit dem eigenen Publikum im Rücken die Gelegenheit, einen großen Schritt in Richtung Saisonziel zu machen. Die Kölner Sportstätten wollen dafür beste Voraussetzungen schaffen. Bis zur Länderspielpause Ende März muss der Rasen acht Partien aushalten.

Auf die Greenkeeper der Kölner Sportstätten kommt in den nächsten Wochen Höchstarbeit zu. Denn gleich zu Beginn des Jahres 2026 „hagelt” es Heimspiele des 1. FC Köln, und eines ist wichtiger als das andere. 

Nach dem Kracher zum Rückrunden-Schluss gegen den FC Bayern München war bereits der 1. FSV Mainz 05 zu Gast. Nach der Auswärtspartie beim SC Freiburg (1:2) kommt es am Freitagabend um 20:30 Uhr zum nächsten richtungsweisenden Thriller gegen den VfL Wolfsburg.

Zuschauerrekord in der Youth League

Und auch danach geht es Schlag auf Schlag weiter. Eben wegen der Rasenqualität hatte man zuerst gezögert, doch in der kommenden Woche wird die U19 des 1. FC Köln gegen Inter Mailand einen Zuschauerrekord für die Youth League aufstellen. Mit 50.000 Fans ist das Spiel inzwischen ausverkauft, wie der Club am Donnerstagmorgen Bekannt gab.

Danach geht es für die Profis mit Spielen gegen RB Leipzig (8. Februar) und die TSG Hoffenheim (21. Februar) weiter. Im März sind vor der Länderspielpause dann noch die beiden West-Rivalen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach zu Gast. „Wir haben einige Heimspiele in den nächsten Wochen. Das ist eine große Chance, unsere Ausgangssituation in der Tabelle zu verbessern“, sagt FC-Coach Lukas Kwasniok. 

FC beklagte sich in der Vergangenheit

Weil der FC unter Kwasniok nicht nur Fußball ackern will, braucht es einen guten Untergrund. Das ist im Winter jedoch nicht einfach. Außerhalb der Wachstumsphase versuchen die Kölner Sportstätten daher, den Rasen mit Infrarot-Lampen zum Wachsen zu bringen. Das relativ trockene Wetter spielt den Rasen-Experten dabei zumindest ein wenig in die Karten. 

Die Bestrahlung des Rasen in Müngersdorf, hier am 10. Januar 2026. (Foto: Bucco)
Die Bestrahlung des Rasen in Müngersdorf, hier am 10. Januar 2026. (Foto: Bucco)

Das Team von Sportstätten-Chef Lutz Wingerath arbeitet zwar rund um die Uhr, gibt sich auf Nachfrage des GEISSBLOG jedoch bedeckt. Offenbar hat man in der Vergangenheit nach Misserfolgen zu oft den Schwarzen Peter zugeschoben bekommen. Gerade Ex-Coach Steffen Baumgart klagte oft über das schwierige Geläuf, während dasselbe Greenkeeper-Team 2023 in einem anderen Kölner Stadion die Auszeichnung für den besten Drittliga-Rasen erhielt – bei Viktoria Köln. 

Das sagen die Kölner Sportstätten

„Unser Team arbeitet sieben Tage die Woche daran, unabhängig von der Jahreszeit, den bestmöglichen Rasen zu ermöglichen. Dabei helfen natürlich auch modernste technische Einrichtungen, wie Wachstumslampen. Die Arbeit der Greenkeeper beginnt in Englischen Wochen immer unmittelbar nach dem Abpfiff und dann wird im Prinzip nahtlos gearbeitet, bis die Mannschaften den Platz zum Aufwärmen wieder betreten“, heißt es bei den Sportstätten auf GEISSBLOG-Nachfrage.

Tue Gutes und sprich nicht darüber – die Greenkeeper haben alle Hände voll zu tun, damit aus den Heimspiel-Wochen für den 1. FC Köln tatsächlich Festspiel-Wochen werden können. In der Bundesliga wie in der Youth League. Und im Frühjahr auch noch für die FC-Frauen, die erneut ein Highlight-Spiel der Frauen-Bundesliga in Müngersdorf absolvieren wollen.

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