Lukas Kwasniok hat Linton Maina für das kommende Spiel gegen den VfL Wolfsburg eine Startelf-Garantie ausgestellt. Der Angreifer findet sich in dieser Saison immer besser beim 1. FC Köln zurecht.
Linton Maina musste in dieser Saison viel schlucken. Und vor allem: viel warten. In der Hinrunde stand der Offensivspieler beim 1. FC Köln gerade einmal zweimal in der Startelf, viermal blieb er 90 Minuten lang draußen, einmal reichte es nicht einmal für den Spieltagskader. Keine einfache Situation für einen Spieler, dessen größtes Kapital Tempo, Unbekümmertheit und Rhythmus sind.
Zumal Maina seine Position unter Trainer Lukas Kwasniok nicht wirklich fand. Auf den offensiven Außen kam er nicht vorbei an Said El Mala und Jakub Kaminski. Stattdessen half er immer wieder auf der Schiene in der Fünferkette aus – eine Rolle, die ihm sichtbar schwerfiel. Weniger Eins-gegen-Eins, weniger Tiefe, mehr Defensivarbeit. Nicht das Spiel, in dem Maina seine Stärken ausleben kann.
Geduld auf beiden Seiten
Dass es in dieser Phase sogar Gerüchte über einen vorzeitigen Winter-Wechsel gab, passt ins Bild. Doch Maina blieb. Und arbeitete sich Stück für Stück zurück – genau das hebt auch Kwasniok hervor. „Zu Beginn der Saison war es für ihn nicht so einfach“, sagt der Coach offen. „Dann hat er sich über die Schienenposition nach und nach ins Blickfeld gearbeitet.“ Keine Abkürzung, kein schneller Durchbruch. Vielmehr Geduld auf beiden Seiten.
Seit der Winterpause zahlt sich das aus. Maina stand zuletzt dreimal in Folge in der Startelf, traf gegen den FC Bayern München und war auch in Freiburg einer der auffälligsten Kölner. Sein scharfer Ball in den Strafraum leitete das Eigentor von Max Rosenfelder ein. Kwasniok freut genau das. „Es ist schön, dass er so spielt. Dass er Potenzial hat, wissen wir“, sagt der Trainer – und ordnet gleichzeitig ein, warum dieser Entwicklung Zeit brauchte. „Manchmal brauchst du etwas länger und es braucht unterschiedliche Phasen in einer Saison.“ Die Idealvorstellung, dass jeder Spieler dauerhaft am Leistungsmaximum ist, nennt er selbst unrealistisch.
„Kann jedem Gegner Probleme bereiten“
Umso wichtiger ist für den FC, dass Maina diese Phase jetzt möglichst lange konserviert. „Wir hoffen einfach, dass Linton diese Phase möglichst lange aufrecht erhalten kann, weil er mit seiner Quirligkeit und Geschwindigkeit jedem Gegner Probleme bereiten kann.“ Worte, die nicht nur Lob sind, sondern auch eine klare sportliche Einordnung: Maina ist aktuell ein Faktor. Und mehr noch: Er ist gesetzt. „Er wird mit Sicherheit auch am Freitagabend wieder beginnen“, sagt Kwasniok mit Blick auf das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg. Eine Startelf-Garantie, die vor wenigen Wochen noch undenkbar schien.








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