„Wichtiges Learning“: FC verspielt Führung vor Youth-League-Highlight

Alessandro Puzzo im letzten Test vor dem Mailand-Highlight. (Foto: GEISSBLOG)
Alessandro Puzzo im letzten Test vor dem Mailand-Highlight. (Foto: GEISSBLOG)

Im letzten Test Köln vor dem UEFA Youth League-Spiel gegen Inter Mailand kamen die A-Junioren des 1. FC Köln gegen Sonderjyske Fodbold aus Dänemark nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Dabei verspielten die Geißböcke eine 2:0-Halbzeitührung. Trainer Ruthenbeck zieht daraus seine Schlüsse. 

Am Mittwoch ist es so weit: Vor 50.000 Zuschauern will die U19 des 1. FC Köln dem starken Nachwuchs von Inter Mailand Paroli bieten und in die nächste Runde der UEFA Youth League einziehen. Im letzten Testspiel vor diesem Highlight empfingen die Geißböcke die Talente des dänische Erstligisten Sonderjyske Fodbold. Dabei überzeugte der FC über eine Stunde lang, führte verdient mit 2:0, ließ aber weitere Chancen ungenutzt und musste schließlich noch den 2:2-Ausgleich hinnehmen.  

Tore und Highlights

Erste Halbzeit: Mit einem schönen Pass schickte Benjamin Ley Thiery Karadeniz auf der linken Angriffsseite auf die Reise. Der Stürmer brachte den Ball flach in das Zentrum, wo sich Mittelstürmer Alessandro Puzzo mit einer Körpertäuschung Platz verschaffte, beim Abschluss aber geblockt wurde. Kristian Markoski schaltete am schnellsten und traf aus acht Metern zum 1:0 (25. Minute).

In der 32. Minute flankte Puzzo das Spielgerät von der linken Seite aus in den dänischen Strafraum. Und erneut waren zunächst entweder gegnerische Abwehrbeine oder das Aluminium im Weg. Erst im vierten Versuch versenkte dann Karadeniz den Ball aus zehn Metern Torentfernung und halbrechter Position trocken ins Netz: das hochverdiente 2:0.

Zweite Halbzeit: Der FC, nun mit neuem Personal auf gleich neun Positionen, spielte sich zu Beginn des zweiten Durchgangs weitere gute Chancen heraus. Doch besonders Jason Ramirez Ponente hatte bei seinen guten Abschlüssen ein um das andere Mal Pech. Statt die Führung auszubauen, kassierten die Geißböcke mit der ersten Chance der Dänen den Anschlusstreffer aus dem Gewühl zum 2:1 (62.).  Die Ruthenbeck-Mannschaft verlor nun mehr und mehr den Rhythmus und den Zugriff. Die Konsequenz: Der unnötige Ausgleich zum 2:2 in der 86. Minute – zugleich der Endstand.

Das sagt Ruthenbeck …

… über den Spielverlauf: „Wir haben allen Jungs noch einmal 45 Minuten gegeben, um sich zu zeigen – Einigen auch mehr. Insofern war es eine komplett wilde Aufstellung. Die erste Halbzeit war wirklich gut. Auch bis zum Anschlusstreffer haben wir es ordentlich gemacht und müssten eigentlich viel höher führen, haben unsere Chancen aber nicht genutzt. Doch dann haben wir den Faden verloren.  

… über die Erkenntnisse aus dem letzten Test: „Wenn das Spiel wie nach dem Tor der Dänen in die falsche Richtung läuft, dann brauchst du Spieler auf dem Feld, die dafür sorgen, dass das Spiel bei uns bleibt. Das war bei uns heute nicht der Fall, weil zwei, drei Spieler in der zweiten Halbzeit komplett abgefallen sind und wir das nicht kompensieren konnten. Für mich ist das aber ein wichtiges Learning.“ 

Fazit: Wenige Tage vor dem Kracher gegen Inter stimmt die Form der Geißböcke und Meistertrainer Ruthenbeck weiß, auf welche Spieler er zählen kann, wenn es ernst wird. Fakt ist aber auch: Gegen die starken Italiener braucht es eine Top-Leistung – dann aber über die gesamten neunzig Minuten.   

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