„Weder Fisch noch Fleisch“: Warum Kwasniok den GEISSBLOG zur Teamsitzung einlud

Lukas Kwasniok beim 1:2 gegen Leipzig. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok beim 1:2 gegen Leipzig. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln bleibt weiterhin anfällig bei Standards, kassiert hier mehr Gegentreffer als jeder andere Bundesligist. Auch das zwischenzeitliche 0:1 gegen RB Leipzig entstand nach einem ruhenden Ball. Der „fuchsteufelswilde“ Trainer will gegensteuern.

Lukas Kwasniok hat beim 1. FC Köln einige Themen zu beackern. Allen voran die Anfälligkeit bei gegnerischen Standards. „Ich habe vor der Ausführung das Gefühl gehabt: Wenn David Raum den Ball einigermaßen trifft, dann klingelt es”, sagte der Coach am Sonntag über das 1:0 von RB Leipzig.

Es kam, wie es kommen musste: Raums Flanke nahm eine Biegung und flog aus dem Halbfeld fast senkrecht auf das Kölner Tor zu. Kapitän Marvin Schwäbe verharrte unentschlossen in der Mitte des Fünfmeterraums, sodass Christoph Baumgartner trotz seines Größennachteils gegen Eric Martel einköpfen durfte.

Kwasniok: „Konnte kaum gutgehen“

„Das macht mich fuchsteufelswild”, sagte Kwasniok später und erklärte auf GEISSBLOG-Nachfrage: „Wir haben unterschiedliche Höhen, auf denen wir seitliche Freistöße verteidigen – sollten. Heute war es weder Fisch noch Fleisch, weder der Sechzehner noch der Elfmeterpunkt. Es war eine Höhe, wo der Torhüter nicht richtig rauskommen kann und die Jungs im Rückwärtslaufen benachteiligt sind. Da müssen wir in die Analyse, warum wir uns für diese Höhe entschieden haben, die nicht von Vorteil war.“

Zum wiederholten Male lief der FC aufgrund eines ruhenden Balles einem Rückstand hinterher. „Wenn du als Aufsteiger in der Liga bestehen willst, musst du dich bei Standards besser anstellen“, predigte Kwasniok. Mal wieder. 

17 Standard-Gegentore sind Kwasniok zu viel

Dabei hatte man nach einer wilden Anfangsphase aus dem Spiel heraus kaum noch eine Leipziger Chance zugelassen und war mit Said El Mala gleich zweimal selbst gefährlich vor dem RB-Tor aufgetaucht. Dann der Freistoßgegentreffer. „Wenn beim Gegner nicht so viel geht, kriegen sie einen seitlichen Freistoß oder Eckball rein – da helfen wir ihnen schon, das 0:1 zu kassieren“, schimpfte Kwasniok.

Bereits 14-mal hatte es bis zum Jahreswechsel nach ruhenden Bällen geklingelt und auch in 2026 hält die bittere Kölner Serie an. In Heidenheim und gegen die Bayern kassierte der FC jeweils Treffer nach Eckbällen. Nun also folgte Standardgegentor Nummer 17 gegen Leipzig. Ärgerlich, „weil wir gut im Spiel waren“, sagte Kwasniok.

Der GEISSBLOG hakte nach: „Aber wer machte denn nun den Fehler? Die falsch stehende Abwehr oder doch der zögerliche Schwäbe?“ Kwasniok wollte bei der Pressekonferenz „nicht in die Tiefenanalyse gehen“, lächelte aber und machte eine (leider) nicht ganz ernst gemeinte Offerte: „Für alle weiteren Details lade ich Sie recht herzlich zu unserer Mannschaftsbesprechung ein.“

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