Die Bundesliga-Frauen des 1. FC Köln müssen in der Bundesliga bereits vier Tage nach dem ärgerlichen Heim-Duell mit der SGS Essen im Derby bei Bayer Leverkusen ran. Ein Feierverbot für Karneval spricht Trainerin Britta Carlson aber trotzdem nicht aus.
Die Frauen des 1. FC Köln zwischen Karnevals-Lust und Spieltags-Frust: Die ganze Stadt wappnet sich aktuell für die fünfte Jahreszeit. Tonnenweise Kamelle liegt bereit, die Zugplanung in den Veedeln steht und die Wirte wappnen sich mit unzähligen Fässern Kölsch für die feierwütigen Jecken. Bei den FC-Damen steht allerdings zunächst mal das Derby bei Bayer Leverkusen im Vordergrund.
Klar: Die FC-Sitzung am Dienstagabend im Maritim-Hotel am Heumarkt war für Trainerin Britta Carlson und ihr Team trotz des ärgerlichen 0:0 gegen Bundesliga-Kellerkind Essen tags zuvor Pflichtprogramm. Auch wenn der erhoffte Heim-Dreier verpasst worden war, schlüpften die FC-Spielerinnen am Abend in ihre Kostüme – und schunkelten gemeinsam mit dem Herren-Team sowie vielen geladenen Gästen (der GEISSBLOG berichtete).
Carlson erteilt kein Feier-Verbot
Eine offizielle Feier-Bremse, ob für die FC-Sitzung oder Weiberfastnacht, erteilte Carlson ihrem Team übrigens nicht. „Ich muss da kein Verbot aussprechen. Die Spielerinnen haben sich selbst hohe Ziele gesetzt. Sie wissen, worauf es ankommt. Das Schöne ist ja, dass die Mädels unzufrieden sind. Mit dem Unentschieden gegen Essen.“
Die beste Gelegenheit, dieses Gefühl in Euphorie umzuwandeln, wartet schon – mit dem anstehenden Derby beim rheinischen Rivalen Bayer Leverkusen, welches bereits am Freitagabend (18.30 Uhr) angepfiffen wird. Carlson ist sich sicher, dass ihre Kölnerinnen komplett ohne Karnevals-Kater antreten werden: „Die Mädels wissen, dass wir fit sein müssen. Dass es alles braucht, um da bestehen zu können. Alle wissen genau, wo die Grenzen sind“, so die FC-Trainerin.
Carlsons „Dank“ an den DFB
Dass ihr Team allerdings direkt vier Tage nach dem Heim-Auftritt gegen Essen schon wieder in der Bundesliga ran muss, sorgt bei Carlson natürlich nicht unbedingt für Jubelstürme. Im Gegenteil: So konnte sich die FC-Trainerin nach dem Essen-Spiel eine klare Spitze gegen den DFB nicht verkneifen. „Das ist leider manchmal so. Da hat der DFB uns in die Karnevalszeit eine schöne englische Woche reingepackt. Schönen Dank noch mal!“, so Carlson süffisant.
Doch die frühere Co-Trainerin der Nationalmannschaft schaltete auch direkt in den Angriffsmodus – und nahm den Derby-Sieg ins Visier. „Leverkusen ist eine gute Mannschaft, sie sind uns vielleicht auch ein, zwei Jahre voraus“, sagte Carlson. „Aber ich sehe auch kein Problem. Wir haben eine Mannschaft, die physisch gut drauf ist und weiß, worauf es in einem Derby ankommt. Wir wollen wieder Gas geben und ein gutes Spiel abliefern.“







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