Kühles Verhältnis zu El Mala? Kwasniok wehrt sich: „Liebe ihn wie meine Kinder!“

Said El Mala vor einer seiner Einwechslungen mit Trainer Lukas Kwasniok. (Foto: Bucco)
Said El Mala vor einer seiner Einwechslungen mit Trainer Lukas Kwasniok. (Foto: Bucco)

Lukas Kwasniok wird ein angespanntes Verhältnis zu Said El Mala nachgesagt. Der Trainer des 1. FC Köln widerspricht dem deutlich. Er sei zwar Begleiter und „kein Fan“ des Ausnahmetalents, liebe ihn aber wie seine Kinder.

Wird die Erfolgsgeschichte zwischen Said El Mala und dem 1. FC Köln um ein unschönes Kapitel ergänzt? Die Sport Bild berichtete in dieser Woche, dass der Shootingstar der Geißböcke und Trainer Lukas Kwasniok ein „eher kühles Verhältnis“ haben sollen – dass El Mala dies auch den Verantwortlichen mitgeteilt habe, als im Januar über einen Transfer nach Brighton diskutiert wurde. Auch aus diesem Grund soll sich der 19-Jährige den Wechsel im kommenden Sommer inzwischen gut vorstellen können.

Das Problem, das im Raum steht: Während Kwasniok probiere, seinen Torjäger vor dem riesigen Hype zu schützen, komme dieser sich durch verschiedene Aussagen und Gesten des Trainers „eher ausgeliefert“ vor. 

Was El Mala stören soll

Beispielsweise durch die Bezeichnung als „Künstler“, der das Spiel hintenraus entscheiden soll, wobei andere Spieler zuvor die „Dreckarbeit“ zu verrichten haben. So hatte Kwasniok unter anderem nach der 0:1-Niederlage gegen Union Berlin die späte Einwechslung des Angreifers erklärt. Im El-Mala-Lager befürchtet man offenbar, es könne der Eindruck entstehen, der Youngster sei sich für die erwähnte Drecksarbeit zu schade. Was gewiss nicht der Fall ist – was Kwasniok aber auch nicht ausdrücken wollte. 

Ein weiterer Kritikpunkt, der bereits die ganze Saison über heftig diskutiert wird, sind die verhältnismäßig geringen Einsatzzeiten des besten Kölner Torschützen. Zwölfmal wurde El Mala eingewechselt, nur neunmal durfte er beginnen. Eben weil Kwasniok ihn vor allem in der Schlussphase als Entscheider auf dem Rasen haben will. Der fehlende Stammplatz allerdings gefährdet El Malas WM-Traum.

Das sagt Kwasniok

Wie bewertet der Trainer seine Beziehung zum mit Abstand wertvollsten FC-Profi? Vor dem Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart wehrt sich Kwasniok gegen die Vorwürfe. „Es ist immer interessant, dass Verhältnisse von Trainern und Spielern der Medienlandschaft offensichtlich sehr bekannt sind“, kommentiert er bei Sky süffisant, um dann zu versichern: „Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Mein Ziel ist, dass Said das Bestmögliche für uns rausholt, aber auch für sich persönlich. Ich mag ihn sehr und ich glaube, er mag mich auch.“

Said ist ein feiner Junge. Ich freue mich jeden Tag, mit ihm zusammenzuarbeiten.

Lukas Kwasniok

Grundsätzlich pflege er „ein sehr nahes Verhältnis zu allen Spielern“. Speziell in Bezug auf El Mala betont der 44-Jährige: „Ich bin sein Begleiter, sein Trainer – und kein Fan von ihm.“ Doch: „Ich liebe ihn genauso wie meine Kinder. Auch da ist es ab und zu so, dass sie etwas Distanz brauchen, um ihren Weg selbst zu finden.“ Ob Kinder oder Spieler: Im richtigen Moment müsse man sie dann wieder in den Arm nehmen und Nähe suchen. „Das ist immer ein Mix, ein ganz normaler Prozess“, meint Kwasniok.

Er sei zwar kein Trainer, der regelmäßig mit seinen Spielern Essen gehe, doch von einer mangelnden Kommunikation – ebenfalls einer der Vorwürfe – könne keine Rede sein: „Wir unterhalten uns sehr, sehr häufig.“ Kwasniok unterstreicht abschließend noch einmal: „Said ist ein feiner Junge. Ich freue mich jeden Tag, mit ihm zusammenzuarbeiten.“

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