FC mit oder ohne El Mala besser? 0,26 Punkte und 175 Minuten Unterschied

Said El Mala pendelt beim 1. FC Köln zwischen Startelf und Bank. (Foto: Bucco)
Said El Mala pendelt beim 1. FC Köln zwischen Startelf und Bank. (Foto: Bucco)

Die Diskussionen um die Einsatzzeiten von Said El Mala sind für Lukas Kwasniok ein ständiger Begleiter. Was sagen die Statistiken? So erfolgreich ist der 1. FC Köln mit und ohne El Mala in der Startelf.

Es ist mittlerweile die Frage der Saison beim 1. FC Köln: Spielt er oder spielt er nicht? Die Rede ist natürlich von Top-Scorer Said El Mala, der bislang häufiger eingewechselt wurde als dass er starten durfte. Auch vor dem Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (Samstag, 15.30 Uhr) wird diese Frage wieder aufkommen.

Lukas Kwasniok verweist gebetsmühlenartig darauf, dass El Mala seine Qualitäten in der Schlussphase eines Spiels, wenn die Gegner müde sind, weitaus besser auf den Rasen bringen kann, als wenn er von Beginn an auf dem Platz steht und zunächst gemeinsam mit seinen Teamkollegen „abarbeiten“ muss. Doch mit jedem Rückschlag ohne El Mala in der Anfangsformation wird die Diskussion hitziger.

Mehr Punkte mit El Mala als Joker

Was sagen die Zahlen? Sie geben Kwasniok zunächst mal recht: Ohne den Shootingstar in der Startelf hat der FC in dieser Bundesliga-Saison einen Punkteschnitt von 1,15 (15 Punkte in 13 Spielen). Mit ihm holten die Geißböcke im Schnitt nur 0,89 Zähler pro Partie (acht Punkte in neun Spielen).

Als Joker gelangen El Mala in 443 Minuten (inklusive Nachspielzeiten) beachtliche vier Tore sowie drei Vorlagen. Damit war er bisher alle 63 Minuten an einem Tor beteiligt. Als Startspieler brachte es der Angreifer bislang lediglich auf drei Tore in 714 Minuten, braucht somit knapp 238 Minuten für einen Scorerpunkt.

Heißt: Mit El Mala als Joker holt der FC im Schnitt 0,26 Punkte mehr und der Youngster selbst benötigt 175 Minuten (!) weniger, um an einem Tor beteiligt zu sein. Zum Kontext dieser Statistiken gehört allerdings auch, dass El Mala verhältnismäßig häufig gegen die Top-Teams beginnen durfte. In den bisherigen acht Duellen mit der aktuellen Top-Sechs der Liga – Bayern, Dortmund, Hoffenheim, Stuttgart, Leipzig, Leverkusen – zählte El Mala fünfmal zur Anfangsformation.

Matthäus kann Kwasniok verstehen

Kwasniok dürfte an seinem Wechsel aus Startelf- und Joker-Einsätzen festhalten und sich von den Zahlen bestätigt fühlen. Am Rande der 1:3-Niederlage in Stuttgart erklärte auch Sky-Experte Lothar Matthäus: „Ich kann Kwasniok verstehen, dass er ihn das eine oder andere Mal draußen lässt. Der Junge ist vielleicht noch nicht so weit, jedes Mal von Anfang an zu spielen.“

Gegen Hoffenheim könnte das anders aussehen, sollte Kwasniok auf seine Erfolgsformel aus dem Hinspiel setzen. Damals, am 3. Oktober 2025, hatte der FC durch ein Traumtor von El Mala mit 1:0 in Sinsheim gewonnen. Es war die Startelf-Premiere des Ausnahmetalents und gleichzeitig einer von nur zwei Siegen mit ihm in der Anfangsformation.

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