Problem im Abstiegskampf? Auch die Konkurrenz überrascht nur selten

Lukas Kwasniok vertraut im Saisonendspurt auch auf die Erfahrung seines Co-Trainers Frank Kaspari. (Foto: Bucco)
Lukas Kwasniok vertraut im Saisonendspurt auch auf die Erfahrung seines Co-Trainers Frank Kaspari. (Foto: Bucco)

Nach den Niederlagen gegen Leipzig und Stuttgart hat der 1. FC Köln mit der TSG Hoffenheim direkt die nächste Mannschaft aus der Spitzengruppe vor der Brust. Die Geißböcke tun sich gegen die Top-Teams der Bundesliga schwer – stehen damit im Abstiegskampf aber nicht alleine da.

Sowohl beim 1:2 gegen Leipzig als auch beim 1:3 in Stuttgart war es wie immer: Der 1. FC Köln konnte mit den Top-Teams lange Zeit gut mithalten und musste sich dann doch geschlagen geben. Gegen die besten sechs Mannschaften der Bundesliga, die sich inzwischen klar abgesetzt haben, holten die Geißböcke lediglich drei von 24 möglichen Punkten – gegen den nächsten Gegner, die TSG Hoffenheim.

Ein Nachteil im Abstiegskampf? Nicht wirklich. Von den Mannschaften, die in der Tabelle hinter dem FC rangieren, konnten lediglich der FSV Mainz 05 (2:1 in Leipzig) und St. Pauli (2:1 gegen Stuttgart) ein Top-Team bezwingen. Gladbach, Wolfsburg, Bremen und Heidenheim hingegen warten noch auf solch ein Erfolgserlebnis.

So punktet die Konkurrenz gegen Top-Teams

Mit den drei Punkten, die der FC am sechsten Spieltag in Sinsheim holte – damals noch gegen eine deutlich schwächere TSG –, bewegt man sich auf Augenhöhe mit Tabellennachbar Gladbach. Die Borussia schlug zwar noch kein Top-Team, ergatterte aber zweimal gegen Leverkusen und einmal gegen Leipzig ein Unentschieden. Bremen wiederum konnte lediglich am zweiten Spieltag gegen Leverkusen punkten (3:3), Wolfsburg erstmals am vergangenen Wochenende in Leipzig (2:2) und Schlusslicht Heidenheim noch gar nicht.

MannschaftSpiele gegen Top-TeamsPunkte gegen Top-Teams
1. FC Köln83
Borussia Mönchengladbach83
FSV Mainz 0585
VfL Wolfsburg81
Werder Bremen81
FC St. Pauli95
1. FC Heidenheim80


Man sieht: Die Top-Sechs der Liga gibt sich gegen Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte generell selten Blöße. Wobei Lukas Kwasniok damit rechnet, dass sich das im letzten Saisondrittel noch ändern wird. „Wenn die Teams ganz oben plötzlich etwas zu verlieren haben, werden die Überraschungen zunehmen. Kleinere Teams werden mit dem Rücken zur Wand gegen Teams überraschen, die etwas zu verlieren haben“, so seine Prognose.

Der FC selbst möchte zwar nicht mit dem Rücken zur Wand stehen, aber sehr wohl seine Bilanz gegen die Besten der Liga aufhübschen. Nach Hoffenheim kommen auch noch Dortmund und Leverkusen ins RheinEnergieStadion, am letzten Spieltag gastieren die Geißböcke zudem in der Münchner Allianz-Arena.

Co-Trainer Kaspari als „gutes Omen“

Kwasniok setzt dabei auch auf die Erfahrung seines Assistenten: „Ich habe mit Frank Kaspari einen Co-Trainer an meiner Seite, der schon einiges erlebt hat. Der ist am 34. Spieltag mal mit Hoffenheim nach Dortmund gefahren und die waren eigentlich schon abgestiegen. Aber am Ende haben sie in Dortmund gewonnen, womit niemand gerechnet hat. Das passiert gefühlt, auch wenn ich keine Statistik habe, im letzten Saisondrittel. Frank ist für uns ein gutes Omen.“ Vielleicht schon am Samstagnachmittag gegen Hoffenheim.

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