Die Frauen des 1. FC Köln haben in der Bundesliga bei Aufsteiger Union Berlin die nächste bittere Niederlage einstecken müssen. Die Gastgeberinnen revanchierten sich durch den 2:1 (1:0)-Erfolg für die Niederlage im Hinspiel.
Nächster bitterer Bundesliga-Auftritt für die Frauen des 1. FC Köln: Trainerin Britta Carlson und ihr Team haben am Freitagabend beim Aufsteiger Union Berlin die nächste Schlappe einstecken müssen. Im Stadion an der Alten Försterei unterlag der FC am Ende knapp mit 1:2 (0:1).
Damit blieben Carlson und ihre Kölnerinnen im vierten Spiel in Folge ohne Dreier (ein Remis, drei Pleiten) – und verpassten es, näher an die Top-Plätze der Bundesliga heranzurücken. Die Gastgeberinnen um Trainerin Ailien Poese wiederum nahmen erfolgreich Revanche: Das Hinspiel im Franz-Kremer-Stadion hatte Union Mitte Oktober seinerseits knapp mit 1:2 verloren.
Tore und Highlights
7. Minute: Riesen-Chance für den FC auf die frühe Führung: Vogt spielt aus dem Mittelfeld geistesgegenwärtig auf Zawistowska, die frei durch ist. Die Polin scheitert aber mit ihrem Abschluss an Union-Keeperin Bösl, die den Schuss der Kölnerin noch irgendwie an den Pfosten lenkt. Das hätte das 1:0 für den FC sein müssen!
15. Minute: Der FC macht weiter Druck, es gibt den nächsten Freistoß im rechten Halbfeld. Vogt bringt die Kugel in Richtung Sechzehner, Union kann zunächst klären. Der Querschläger landet aber schließlich bei Kölns Achcinska, die aus dem Rückraum direkt abzieht. Der Abschluss gerät aber zu zentral und ist daher kein Problem für Bösl.
31. Minute: Riesen-Bock von Agrez! Die Kölner Abwehrspielerin will die Kugel direkt zu ihrer Keeperin Fuchs spielen, der Pass gerät aber viel zu kurz. Unions Orschmann hat richtig spekuliert, schnappt sich die Kugel und spielt Fuchs lässig aus. Gerhardt kommt noch per Grätsche angerauscht, kann das Berliner 0:1 aber nicht mehr verhindern.
50. Minute: Dicke Chance für Köln! Die eingewechselte Wiankowska spielt Joker-Kollegin Andrade im Strafraum schön frei, die Schweizer Angreiferin bringt aus spitzem Winkel aber viel zu wenig Kraft hinter ihren Abschluss. Der Ball verhungert – und Bösl packt zu. Da war deutlich mehr drin.
67. Minute: Da ist der Kölner Ausgleich: Wiankowska leitet den Angriff über rechts ein, ihre Hereingabe hatte Union eigentlich schon geklärt. Die Kugel landet aber noch einmal bei Feiersinger, die mit einem feinen Pass Bremer im Strafraum findet. Die Angreiferin versenkt den Ball dann mit einem satten rechten Abschluss zum 1:1 im langen Eck.
78. Minute: Ist das ärgerlich! Union greift über links an, Kölns Abwehrspielerinnen kommen nicht entscheidend hin. Die Kugel landet schließlich rechts bei Campbell, die völlig frei ist und flach zum 1:2 einschiebt.
89. Minute: Fast das Kölner 2:2! FC-Abwehrspielerin Degen nimmt sich aus 20 Metern einfach mal ein Herz und zieht ab. Union-Keeperin Bösl muss sich strecken, lenkt den Ball aber stark mit einer Hand über den Querbalken.
Personal
So spielte der FC: Fuchs – Imping (45. Wiankowska), Degen, Agrez, Gerhardt – Zawistowska (84. Donhauser), Achcinska (45. Bremer), Vogt (81. Bohnen), Feiersinger, Stolze (45. Andrade) – Jessen.
Zur Aufstellung: FC-Trainerin Carlson veränderte ihre Startelf im Vergleich zum 1:2 in Leverkusen auf zwei Positionen. Carlotta Imping übernahm den Job auf der rechten Außenverteidigerposition. Sylwia Matysik, die im rheinischen Derby noch begonnen hatte, stand nicht im Kader. Zudem startete Anna-Lena Stolze auf der linken offensiven Bahn, dafür musste Zoe Hasenauer auf die Bank.
Fazit
Es war das erwartet enge Spiel im Stadion an der Alten Försterei. Köln hatte dennoch klares Übergewicht in der Anfangsphase, konnte aber wieder einmal keinen Profit aus seiner Überlegenheit schlagen. Zawistowska verballerte nach sieben Minuten völlig allein vor dem Tor die Mega-Möglichkeit auf die Führung. Der FC und die Chancenverwertung – das bleibt weiterhin ein leidiges Dauer-Thema. Im zweiten Durchgang war Köln ebenfalls um Offensiv-Drang bemüht. Letztlich verhinderten aber zu viele Unsauberkeiten im Angriffsspiel ein besseres Ergebnis. Lediglich Bremers Schuss fand in der 67. Minute seinen Weg ins Ziel.
Für den FC geht es erst in zwei Wochen in der Bundesliga weiter. Dann wartet ein echtes Heim-Highlight auf die Kölner Fans: Am Sonntag (15. März, 17.30 Uhr) empfangen Carlson und ihr Team im Franz-Kremer-Stadion den Spitzenreiter und Double-Sieger FC Bayern München.







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