Alleine gegen vier: Bouzraa mit dem Lucky Punch gegen Kölns U21

Torwart Luis Hauer (1. FC Köln) hält gegen Wuppertal einen Elfmeter.
FC-Keeper Luis Hauer hielt lange alles, sogar einen Elfmeter von Aldin Dervisevic. (Foto: Imago/nordphoto)

K.o.-Schlag in der Nachspielzeit: Der Wuppertaler SV besiegt die U21 des 1. FC Köln dank einer Einzelaktion in letzter Sekunde mit 1:0 (0:0) und schöpft neue Hoffnung im Abstiegskampf.

Für den Traditionsklub Wuppertaler SV ging es im Stadion am Zoo bereits um Existenzkampf pur. Mit dem neuen Trainer Mike Wunderlich und fünf Neuzugängen versucht der ehemalige Zweitligist, den Absturz ins sportliche Nichts zu verhindern – am besten mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Köln.

Doch lange stand dem vor allem FC-Keeper Luis Hauer im Weg. Bis der eingewechselte Amin Bouzraa in der Nachspielzeit zuschlug!

Das 1:5 gegen den FC Schalke 04 II in der Vorwoche war der ernüchternde Tiefpunkt des Neustarts für die Hausherren. So standen die Gastgeber gegen den FC bereits gewaltig unter Druck, und von Beginn an war reichlich Feuer in der Partie. 

Hauer verschuldet Elfmeter – und hält ihn

FC-Coach Evangelos Sbonias konnte seine Mannschaft nach zwei Spielabsagen endlich mal wieder auf das Spielfeld schicken und sah zwei ebenbürtige Teams, die sich nichts schenkten. Die Gastgeber hatten die besseren Chancen im ersten Spielabschnitt, allen voran Aldin Dervisevic, der nach 27 Minuten per Strafstoß an FC-Keeper Luis Hauer scheiterte. Dieser hatte zuvor Josue Santo gefoult.

Die beste FC-Gelegenheit hatte Bernie Lennemann per Kopf, auch hier war der Torwart mehr als gefragt. Ngemba Luyambula hielt seinen Kasten ebenfalls sauber.

Nach dem Wechsel verflachte die Partie, bis Wunderlich Levin Müller brachte, der gleich mit einer Großchance aufwartete, aber per Volleyschuss erneut an Hauer scheiterte. 

Dann aber erwies Joel Santo seiner Mannschaft mit seinem vorzeitigen Platzverweis einen Bärendienst – die Offensivbemühungen der Wuppertaler waren wie abgeschnitten. Allerdings machte der WSV dann die Räume dicht und die FC-Offensive schaffte es kaum, die Überzahl in Gelegenheiten umzumünzen.

Für Aufregung sorgte Aydogan in der achtzigsten Minute, als er mit einem Kracher die Latte von FC-Keeper Hauer traf. Nur Sekunden später war es der eingewechselte U19-Spieler Afri Akumu, der knapp links am Tor vorbeizielte und wenig später noch einmal mit einer Chance scheiterte.

Bouzraa hat noch ein As im Ärmel

Der eingewechselte Amin Bouzraa aber hatte noch ein As im Ärmel: Gegen vier Kölner setzte er sich rechts im Strafraum durch und schlenzte den Ball genau ins lange Eck oben in den Winkel. Die Gastgeber begruben den Torschützen jubelnd unter sich, Referee Salger pfiff das Spiel gar nicht wieder an.

So feiert der WSV den ersten Sieg nach zehn Spielen, der FC dagegen tritt nach dieser Niederlage auf der Stelle.

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