El Malas Erlösung: „Als ich mit ihm gejubelt habe, hat er gemeint…“

Said El Mala schrie seine Erleichterung raus. (Foto: Bucco)
Said El Mala schrie seine Erleichterung raus. (Foto: Bucco)

Zurück in der Startelf, zurück in der Torschützenliste: Said El Mala hat dem 1. FC Köln mit seinem 2:2 gegen die TSG Hoffenheim einen wichtigen Punkt im Abstiegskampf gesichert und seine persönliche Durststrecke beendet.

Bis Samstagnachmittag hätte wohl kaum ein Anhänger des 1. FC Köln dagegen gewettet, dass es Said El Mala sein würde, dem das ansehnlichste Tor dieser Saison gelingt. Dann aber setzte Ragnar Ache – nach Vorarbeit des Youngsters – zu einem atemberaubenden Fallrückzieher an, der sogar jedes El-Mala-Solo in die Schranken weist.

Angesichts der Einmaligkeit dieses Treffers wehrte Lukas Kwasniok anschließend die übliche Frage nach seinem Shootingstar ab. „Heute ist nicht der richtige Tag, um über Said zu sprechen. Ich habe jeden Tag das Vergnügen, mich zu ihm zu äußern“, erklärte der FC-Trainer und sendete „all credit“, also alle Ehre, an Ragnar Ache.

„Unglaublich viel Druck“ auf El Mala

Doch auch im Schatten des potenziellen Tores des Jahres erlebte El Mala einen erlösenden Nachmittag und sicherte dem FC einen eminent wichtigen Punkt im Abstiegskampf. Nach Aches 1:0 und Hoffenheims doppelter Antwort zum 1:2 war es der Flügelstürmer, der der TSG-Defensive entwischte und Nationaltorhüter Oliver Baumann mit etwas Glück überwand.

Das 2:2 war El Malas erster Treffer seit dem 16. Spieltag, in sechs Partien war der Kölner Torjäger zuletzt leer ausgegangen. Und obwohl solche Durststrecken für einen jungen Spieler – erst recht in seiner ersten Bundesliga-Saison – völlig normal sind, war dem 19-Jährigen eine große Erleichterung anzusehen. Beim Jubelschrei vor der Südkurve fiel einiges von El Mala ab.

Teamkollege Joel Schmied verriet: „Als ich mit ihm gejubelt habe, hat er gemeint, dass er überglücklich ist, dass es endlich wieder geklappt hat. Auf dem jungen Kerl ist schon unglaublich viel Druck drauf. Das ganze Team ist glücklich, dass er wieder einen Treffer beisteuern konnte.“ 

Zudem die Flanke für Aches Fallrückzieher. Nachdem El Mala bislang vor allem als Joker mit seinen Scorer-Qualitäten geglänzt und sieben von zehn Torbeteiligungen als Einwechselspieler gesammelt hatte, gelang es ihm nun auch erstmals als Startelf-Akteur, einen Treffer aufzulegen. Die Vorlage und das Tor waren in der ständigen Debatte um seine Einsatzzeiten (der GEISSBLOG berichtete) nun klare Argumente für häufigere Startelf-Mandate.

„Man sieht, wie wichtig er für uns ist – seine Qualitäten sieht jeder“, sagte Tom Krauß am Samstag und freute sich „ungemein“ mit El Mala: In den letzten Wochen wollte er unbedingt ein Tor und einen Scorer haben. Heute hat er beides geschafft. Ich spreche ihm immer zu, auch wenn er mal nicht so viele Aktionen hat.“ 

Ache: „Said hat es wieder gezeigt“

Nebenmann Ache ergänzte, auch aus eigener Erfahrung wissend: „Als Stürmer ist es immer wichtig, Tore zu erzielen. Er kriegt durch solche Aktionen Selbstvertrauen. Andere Leute können sagen, was sie wollen, Said hat es wieder gezeigt. Es ist seine Stärke und das ist nicht einfach, wie er da lossprintet. Er hat sich gut belohnt.“

El Malas geplatzter Knoten lässt auf weitere wichtige Tore im Kampf um den Klassenerhalt hoffen. Durch sein 2:2 gegen Hoffenheim bleibt der Vorsprung auf den Relegationsrang bei vier Punkten und schmilzt nicht auf drei. Doch mit Augsburg und Dortmund warten direkt die nächsten formstarken Gegner auf den FC.

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