Der 1. FC Köln muss sich hinterfragen. Schon wieder fallen zwei Spieler mit Muskelverletzungen aus. Die Häufung der immer selben Verletzungen lastet schwer auf dem Kampf um den Klassenerhalt.
Der 1. FC Köln hat am Sonntag die Muskelverletzungen Nummer sieben und acht in dieser Saison bekannt gegeben – fünf davon alleine in den letzten sechs Wochen. Das sind alarmierende Zahlen, und eigentlich müssten beim FC die Alarmglocken schrillen. Wenn im Schnitt fast jede Woche ein Spieler mit einer nahezu identischen Muskelverletzung ausfällt, kann man kaum mehr von Pech sprechen.
Joel Schmied, Dominique Heintz und Jan Thielmann erlitten im Herbst 2025 ihre Muskelverletzungen. Heintz fiel dann seit Heidenheim zum zweiten Mal aus, Jahmai Simpson-Pusey erlitt eine Woche später einen Muskelfaserriss, Alessio Castro-Montes wiederum zwei Wochen später und erneut zwei Wochen später nun Thielmann zum Zweiten sowie Sebastian Sebulonsen. Zudem erwähnte Lukas Kwasniok in der vergangenen Woche, das auch Youssoupha Niang jüngst über muskuläre Probleme geklagt habe und deshalb ins MRT geschickt worden sei – wenn auch ohne Befund.
Schon 28 Ausfälle durch Muskelverletzungen
Die FC-Verantwortlichen müssen sich daher die Frage stellen, was gerade falsch läuft. Die Trainingsbelastung? Die Regenerationsphasen? Die Überwachung der Spieler, die mittlerweile auf so hohem technischen und medizinischen Niveau erfolgen kann? Sportchef Thomas Kessler, das Trainerteam um Lukas Kwasniok sowie die medizinische Abteilung sind gefragt, Lösungen zu liefern.
Denn seit Wochen ist es beim FC dasselbe Bild: Kommt ein Spieler gerade aus einer Verletzung wieder, meldet sich mindestens ein anderer Spieler ab und fällt wochenlang aus. Schmied und Heintz verpassten jeweils neun Spiele, Simpson-Pusey fehlte in vier Partien, Thielmann wird nach drei Spielen im Herbst nun wohl erneut mindestens drei Spiele pausieren. Castro-Montes ist seit drei Spielen außer Gefecht, Rückkehr offen. Und nun wird wohl auch Sebulonsen drei Spieler oder länger zuschauen müssen.
Hinweis auf Fehler im System?
Summa summarum musste der FC bereits 28 Mal auf Profis verzichten, die mit Muskelverletzungen ausfielen – diese Zahl wird in den kommenden Wochen weiter anwachsen. Bittere Verletzungen aufgrund von Fouls oder Zusammenstößen wie jene von Hübers und van den Berg lassen sie nie verhindern. Sich häufende Muskelverletzungen können jedoch ein Hinweis auf Fehler im System sein.
Und so muss der FC nun kontrollieren, was falsch läuft. Seit Monaten bringen die ständigen Ausfälle das Trainerteam in Bedrängnis, weil Woche für Woche die Startelf verändert werden muss. Im Kampf um den Klassenerhalt brauchen die Geißböcke aber jeden Mann. Dass mit Thielmann und Sebulonsen nun auch noch beide Spieler für die rechte Schiene ausfallen, passt ins Bild. Kwasniok wird dort nun wochenlang eine Notlösung finden müssen. Wieder einmal.







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