Ruthenbeck warnt trotz Kantersieg und lobt verstimmten Schenten

Fynn Schenten und Stefan Ruthenbeck. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)
Fynn Schenten und Stefan Ruthenbeck. (Foto: IMAGO / Jan Huebner)

Sieben auf einen Streich! Die U19 des 1. FC Köln hat den Nachwuchs des SSV Ulm am Sonntag mit 7:0 (1:0) abgefertigt und die Tabellenführung ausgebaut. Trainer Stefan Ruthenbeck fand dennoch mahnende Worte, lobte aber Fynn Schenten, der erneut ohne Torerfolg blieb.

Der Titelverteidiger bleibt auf Kurs. Nach Siegen gegen den VfL Bochum und den Hamburger SV haben die A-Junioren des 1. FC Köln auch den SSV Ulm bezwungen – und das mehr als deutlich. Nachdem man in der ersten Halbzeit noch etliche Chancen liegen ließ und sich einige Mal festlief, ließen es die Geißböcke in der zweiten Hälfte krachen und legten noch sechs weitere Treffer nach.

Am Ende machten sich die Schwaben mit einer 0:7-Klatsche im Gepäck zurück auf den Weg nach Schwaben. Kurios: Beim FC trugen sich sieben verschiedene Spieler in die Torschützenliste ein.

Ruthenbeck mahnt vor Überheblichkeit

Entsprechend zufrieden zeigte sich Meistertrainer Stefan Ruthenbeck nach Spielende: „Wir haben jetzt nach drei Spieltagen neun Punkte. Das ist überragend. Auch weil wir durch Abstellungen personell ein paar Themen haben.“ Drei Auftakterfolge in der Hauptrunde um die Deutsche Meisterschaft und der Einzug in das Halbfinale im DFB-Pokal: Es könnte also kaum besser laufen.

Dennoch trat Ruthenbeck nach dem Kantersieg gegen Ulm zugleich auf die Euphoriebremse und ordnete kritisch ein: „Wir müssen aufpassen, dass solche Siege für das Umfeld und die Mannschaft nicht selbstverständlich sind. Auch einen Gegner wie Ulm musst du erst einmal brechen. Das ist harte Arbeit. Jeden Tag im Training und dann auch im Spiel. Das dürfen wir nicht vergessen.“

Lob für Schenten: „Hat viel richtig gemacht“

Trotz des guten Auftritts der Mannschaft machten nicht alle Beteiligten einen glücklichen Eindruck. Sichtlich unzufrieden und mit hängenden Schultern verließ Mittelstürmer Fynn Schenten bei seiner Auswechslung in der 70. Minute den tiefen Rasen im Franz-Kremer-Stadion. Der kräftige Mittelstürmer, in den letzten Wochen mit regelmäßigen Einsätzen bei den Profis, war bemüht, laufstark, agierte aber im Abschluss wie schon beim Pokalspiel in Frankfurt glücklos.

„Er war sauer, als ich ihn ausgewechselt habe. Das müssen wir ihm nehmen, da muss er positiver bleiben. Wenn Fynn wie heute gut arbeitet, Bälle fest macht, die Tiefe beläuft und Tore vorbereitet, dann hat er viel richtig gemacht. Dann kommen die Automatismen wieder und er wird bald auch wieder seine Tore machen“, stärkte Ruthenbeck dem Blondschopf, der unter seiner Obhut den Sprung zu den Profis schaffte, demonstrativ den Rücken.

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