„Wäre hinrissig“: FC wird bei El Mala & Co. aus Schaden klug

Kölns Said El Mala mit einem Augsburger im Zweikampf. (Foto: IMAGO)
Kölns Said El Mala mit einem Augsburger im Zweikampf. (Foto: IMAGO)

Der 1. FC Köln reiste mit dem letzten Aufgebot zum FC Augsburg. Während es in den vergangenen Wochen so wirkte, als würde man auch mal ein Risiko eingehen, begrenzte Trainer Lukas Kwasniok nun die Einsätze der Hoffnungsträger Jahmai Simpson-Pusey und Said El Mala.

Wird der 1. FC Köln aus Schaden klug? In den vergangenen Wochen fielen immer mehr Profis mit Muskelverletzungen aus. Mehr als einmal stolperten Lukas Kwasniok und sein Trainerteam auf dem schmalen Grat zwischen Belastungssteuerung und der Hoffnung, ein kleines Risiko trotz leichter Beschwerden eingehen zu können.

In dieser Woche fieberte man mit dem Oberschenkel von Said El Mala mit. Der Vorbereiter und Torschütze vom vergangenen Wochenende konnte kaum trainieren. „Er hat keinen einzigen Sprint in dieser Trainingswoche ziehen können. 30 Minuten waren das Maximum, das ich vertreten konnte“, sagte Kwasniok nach der Partie in Augsburg.

Kwasniok: „Dann wäre er uns weggebrochen.“

Und weil die Fragen nach dem Sturmstar trotzdem nicht versiegten, ging Kwasniok noch einmal ins Detail: „Wenn ich ihn heute von Beginn an hätte spielen lassen, wäre er uns weggebrochen. Dann wäre ich nicht mehr glücklich geworden und ihr auch nicht. Wenn ich einen Spieler, der letzte Woche ein Tor und einen Assist gemacht hat, in dieser Woche erst 30 Minuten vor Schluss einwechsele, dann nur, weil ich mich um den Jungen kümmere.“

Und weiter: „Es wäre hirnrissig gewesen ihn von Beginn an laufen zu lassen. Wenn er jetzt langfristig ausfallen würde, könnte ich mich in Köln wirklich nicht mehr blicken lassen. Er hat im Training keinen Sprint angezogen. Diesen Wunsch konnte ich uns selbst nicht erfüllen. Es ging nicht um meine Wünsche, sondern um die Medizin.”

FC-Mannschaftsarzt Peter Schäferhoff war am vergangenen Donnerstag persönlich am Geißbockheim, hatte sich die Problemfälle angeschaut und sein Urteil abgegeben. Am Freitag saß der renommierte Sportorthopäde dann in Augsburg auf der Bank und sah, wie Abwehr-Neuzugang Jahmai Simpson-Pusey nach siebzig Minuten das Feld räumte. Bis dahin hatte er den Spielaufbau des FC nahezu im Alleingang initiiert.

FC-Doc schaut sich die Problemfälle an

Kwasniok sagte dazu: „Auch Jahmai hätte ich gerne auf dem Platz gelassen, aber bei ihm waren 70 bis 75 Minuten das Maximum. Das müssen wir akzeptieren, damit uns nicht noch mehr Spieler wegbrechen.“ Indirekt gab er damit zu, dass dieses Mal die medizinischen Abteilung ein Wörtchen bei den Einsatzzeiten mitzureden hatte.

Apropos wegbrechen: Aus Angst vor einem Platzverweis hatte Kwasniok zur Halbzeit Eric Martel ausgewechselt. „Seine Verwarnung war dunkelgelb. Mit Isak Johannesson hoffen wir auf mehr Impulse in der zweiten Halbzeit”, sagte Co-Trainer René Wagner in der Pause. Die kamen jedoch nicht. Und so hoffen die Verantwortlichen, dass Said El Mala gegen Dortmund wieder ohne Wehwehchen zur Verfügung steht.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
19 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete