Der 1. FC Köln sucht Verstärkung für seine Sportliche Leitung und ist offenbar fündig geworden. Tim Steidten, zuletzt bei West Ham United und zuvor bei Bayer Leverkusen tätig, könnte künftig den Posten des Kaderplaners übernehmen.
Er gilt in der Branche als „Perlentaucher“, auch wenn er selbst diesen Spitznamen hasst: Tim Steidten hatte als Kader-Manager von Bayer Leverkusen und Sportlicher Leiter des SV Werder Bremen bei reihenweise Top-Transfers seine Finger im Spiel. Nun soll es den 46-Jährigen zum 1. FC Köln ziehen.
Laut Sky verhandelt der FC mit Steidten über ein Engagement am Geißbockheim. Es heißt, der gebürtige Bremer habe bereits Anfragen aus der Premier League und aus Saudi-Arabien abgelehnt, da er unbedingt zurück in die Bundesliga wolle. In Köln soll eine Direktoren-Rolle im Gespräch sein. Nach GEISSBLOG-Informationen geht es um einen Posten als Kaderplaner.
Kessler: „Struktur geerbt, die nicht von mir entwickelt wurde“
Thomas Kessler hatte bereits vor seiner Beförderung zum Sport-Geschäftsführer angekündigt, die Sportliche Leitung breiter aufstellen zu wollen – für den damaligen Sportdirektor ein ganz zentraler Punkt in den Verhandlungen mit dem Vorstand.
Im Dezember erklärte Kessler im Doppelpass: „Das Thema Organisationsstruktur ist in solch einem großen Fußballclub wichtig. Ich habe eine Struktur geerbt, die nicht von mir entwickelt wurde.“ Unter Vorgänger Christian Keller war die Direktoren-Ebene abgeschafft und durch Bereichsleiter ersetzt worden, die allesamt an den im Sport allmächtigen Keller zu berichten hatten.
Auch Ex-Chefscout des FC Bayern gehandelt
Kessler, einst selbst einer dieser Bereichsleiter, ist kein Freund solch einer One-Man-Show und betonte daher im Sport1-Talk: „Für mich ist es wichtig, wenn ich das Commitment gebe, in den nächsten Jahren aus der Geschäftsführung heraus Verantwortung zu übernehmen, dass das zu Bedingungen ist, wie ich mir das vorstelle.“
Mit Lukas Berg hat er bereits einen Technischen Direktor an seiner Seite, der als Schnittstelle zur Akademie fungiert und sich zudem um Themenbereiche wie Infrastruktur und Administration kümmert. Ein Kaderplaner, der zwischen Kessler und der von Gabor Ruhr geleiteten Scoutingabteilung arbeitet, soll folgen. Der Kicker nennt neben Steidten auch Markus Pilawa, den ehemaligen Chefscout des FC Bayern, als Kandidaten.
Steidten will zeitnah loslegen
Steidten war zuletzt, von Juli 2023 bis Februar 2025, als Technischer Direktor bei West Ham United tätig und dort unter anderem für die Verpflichtung von Niclas Füllkrug verantwortlich. Im Interview mit der Deichstube kündigte er im Januar an: „Mein Plan ist es, spätestens im Sommer eine neue Aufgabe zu haben. Da in der Kaderplanung häufig bereits im Frühjahr wichtige Phasen für den Sommer anstehen, ergibt es Sinn, relativ zeitnah wieder einzusteigen. Mein Ziel ist es daher, in den nächsten vier bis acht Wochen etwas zu finden.“
Ein zeitnahes Engagement beim FC würde also in seinen Zeitplan passen. Für Steidten wäre es eine Rückkehr an den Rhein. Fast vier Jahre lang, von Juli 2019 bis März 2023, war er bei Bayer Leverkusen beschäftigt. Simon Rolfes hatte ihn aus Bremen unters Bayer-Kreuz gelotst. In Leverkusen trieb Steidten die Verpflichtungen von vorherigen No-Names wie Edmond Tapsoba, Jeremie Frimpong und Piero Hincapie voran. Künftig könnten die Geißböcke von seiner Expertise profitieren.








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