Wagner steuert gegen den Druck: „Wir tun uns selber keinen Gefallen…“

René Wagner will den Druck von seinen Spielern Fernhalten. (Foto: Bucco)
René Wagner will den Druck von seinen Spielern Fernhalten. (Foto: Bucco)

Der Druck ist groß, der Gegner stabil: Vor dem Duell mit Werder Bremen steht der 1. FC Köln unter Zugzwang. Trainer René Wagner setzt auf Ruhe – und einen klaren Plan.

Der Druck beim 1. FC Köln ist vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen spürbar – auch wenn er intern möglichst klein gehalten werden soll. Nach nur zwei Siegen aus den vergangenen 19 Spielen und acht Partien ohne Dreier steht der FC weiter unter Zugzwang. Der kommenden Gegner aus Bremen liegt nur einen Punkt und einen Rang vor den Kölnern, könnte mit einem Sieg also überholt werden.

Trainer René Wagner setzt vor der Partie vor allem auf einen klaren Fokus und Ruhe im Umfeld der Mannschaft. „Logischerweise wollen wir das Spiel am Sonntag gewinnen. Wir wissen, dass es Druck gibt von außen. Intern müssen wir den so gering wie möglich halten“, sagte der FC-Coach. „Wir versuchen, an die Truppe nichts ranzulassen. Im Gegenteil: Wir wollen Ruhe ausstrahlen.“ Gleichzeitig verwies Wagner auf die Mentalität seines Teams: „In Frankfurt wusste die Mannschaft, dass sie die Stärke hat, zurückzukommen.“

Bremen mit dem geringsten xG-Wert gegen sich

Auch inhaltlich will sich der Trainer nicht von der Ergebniskrise leiten lassen, die ihn überhaupt erst in die Position des Cheftrainers gebracht hatte. „Wir tun uns selber keinen Gefallen, wenn wir nur über die Spiele nachdenken, die in der Vergangenheit liegen. Die drei Punkte sind ungemein wichtig für uns. Über etwas anderes denken wir gerade nicht nach.“ Die Marschroute ist klar: Blick nach vorne – und möglichst schnell wieder punkten.

Mit Werder Bremen wartet allerdings ein formstarkes und vor allem stabiles Team. „Es kommt eine Mannschaft auf uns zu, die von den letzten fünf drei gewonnen hat“, so Wagner weiter. Besonders beeindruckt zeigt er sich von der Defensivarbeit der Bremer: „Sie haben Selbstbewusstsein, stehen sehr stark defensiv. Sie haben in den letzten Spielen den geringsten xG gegen sich gehabt.“ Gleichzeitig warnt der Trainer vor den Umschaltmomenten des Gegners, sieht dort aber auch Ansatzpunkte: „Da müssen wir in der Rest-Verteidigung sauber zu sein und selbst Umschalter zu spielen, da sind sie nicht ganz so stark.“

Entscheidend wird aus Kölner Sicht sein, einen kühlen Kopf zu bewahren. „Wir müssen schauen, dass es nicht so ein wildes Spiel wird wie gegen Leipzig zuhause. Wir wollen Kontrolle über das Spiel bekommen“, betonte Wagner. Die Ausgangslage ist dabei klar: Der FC braucht Punkte – und hat mit Bremen einen direkten Konkurrenten vor der Brust.

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