Luca Waldschmidt hat den kaum Bezwingbaren bezwungen. St. Paulis Torhüter Nikola Vasilj gilt als Elfmeter-Töter, parierte in der Bundesliga die Mehrzahl der Strafstöße. Gegen den 1. FC Köln war er jedoch chancenlos.
77 Prozent beträgt die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ein Strafstoß im Netz landet. Am Freitagabend, als Matthias Jöllenbeck für den 1. FC Köln auf den Punkt zeigte, war die Wahrscheinlichkeit eventuell etwas geringer angesiedelt. Denn beim FC St. Pauli stand mit Nikola Vasilj ein absoluter Elfmeter-Killer zwischen den Pfosten.
Das wussten womöglich auch die Nationalspieler Italiens, die sich im Finale der WM-Playoffs gezwungen sahen, ganz genau zu zielen. Ein Schuss ging über das Tor, einer an die Latte, lediglich Sandro Tonali traf – so scheiterte der viermalige Weltmeister im Elfmeterschießen an Bosnien-Herzegowina.
Vasilj gegen Guirassy und Woltemade der Sieger
Vasiljs außergewöhnliches Können war beim Showdown vom Punkt also gar nicht wirklich gefragt, doch für St. Pauli hat der 30-Jährige schon mehrfach demonstriert, wie stark er in den Strafstoß-Duellen ist. Vor Freitagabend hatte Vasilj sechs von neun Elfmetern in der Bundesliga pariert. Stars wie Angelo Stiller, Serhou Guirassy und Nick Woltemade scheiterten an ihm.
Luca Waldschmidt allerdings gab sich keine Blöße, traf in die von ihm aus gesehen rechte Ecke, während er Vasilj nach links schickte. Dass ihm ein Torhüter gegenüberstand, der in der Vergangenheit kaum zu bezwingen war, spielte für den 29-Jährigen dabei keine Rolle.
Waldschmidt: „Egal, wer im Tor steht“
„Gerade bei der Wichtigkeit des Elfmeters war mir egal, wer im Tor steht“, so Waldschmidt: „Ich war einfach bei mir und habe mir vorgenommen, die Ecke sicher zu treffen. Ich weiß, wenn ich die Ecke gut treffe, ist es schwer – egal, wer im Tor steht. Das waren meine Gedanken, ich wollte einfach meinen Ablauf sauber durchziehen.“
Das gelang. Und so konnte Vasilj sein zehntes Elfmeter-Duell in der Bundesliga nicht für sich entscheiden, während Waldschmidt im zehnten Anlauf zum neunten Mal traf. Lediglich in der Kölner Abstiegssaison 2023/24 scheiterte er vom Punkt aus. Ausgerechnet beim wichtigen Keller-Kracher in Mainz, wo kurz darauf Florian Kainz noch ein 1:1-Unentschieden rettete – ebenfalls per Elfmeter.








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