In einer wilden Achterbahnfahrt haben sich die A-Junioren des 1. FC Köln im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft beim SC Paderborn durchgesetzt. Nach 125 gespielten Minuten siegten die Geißböcke mit 3:2 in der Verlängerung – auch, weil die Joker stachen.
Die „Mission Titelverteidigung“ geht weiter! Die U19 hat dank großer Moral erneut das Finale der Deutschen A-Junioren-Meisterschaft erreicht. Beim 3:2-Halbfinalsieg gegen den Nachwuchs des SC Paderborn zeigte das Team von Meistertrainer Ruthenbeck wie schon in der Vorsaison echte Comeback-Qualitäten. In der Verlängerung waren es insbesondere die Einwechselspieler, die neue Energie auf den Platz brachten und den FC ins Finale schossen.
Ruthenbecks goldenes Händchen
Als die Paderborner in der 96. Minute das 2:1 erzielten, schien der Traum von der Kölner Titelverteidigung geplatzt. Zu wenig Durchschlagskraft hatte die FC-Offensive in der zweiten Halbzeit und zu Beginn der Verlängerung auf den Platz gebracht. Doch Ruthenbeck bewies ein goldenes Händchen. Gleich vier Mal wechselte der 54-Jährige nach dem Rückstand und sorgte so für die Wende – auch wenn er es in aller Bescheidenheit anders sah: „Die Jungs, die reingekommen sind, haben es perfekt umgesetzt, und deswegen haben sie das Spiel gedreht und nicht.“
Zuvor hat Adrian Römers nach einer maßgeschneiderten Flanke des gerade eingewechselten Kristian Markoski den 2:2-Ausgleich erzielt. Kein Zufall, wie Ruthenbeck erklärte, da der nordmazedonische Nationalspieler in der letzten Trainingswoche „gefühlt 2000“ solcher Flanken geschlagen habe. Und auch der Siegtreffer war ein Gemeinschaftswerk von zwei Einwechselspielern: Alessandro Puzzo brachte den Ball von der rechten Angriffsseite in die Box, wo Mittelstürmer Kevin Ekweribe zur Stelle war und zum umjubelten 3:2 einschob.
Die Jungs waren in den letzten Wochen sehr, sehr fleißig und haben eigentlich noch zu wenig Minuten bekommen.
Stefan Ruthenbeck
„Wenn du irgendetwas gewinnen willst, dann brauchst du keine elf Spieler, sondern alle 18, die im Kader sind“, lobte Ruthenbeck die Kölner Bank und erklärte: „Die Jungs waren in den letzten Wochen sehr, sehr fleißig und haben eigentlich noch zu wenig Minuten bekommen – gerade auch Kevin Ekweribe und Kristian Markoski, die zuletzt große Sprünge gemacht haben. Und Allessandro Puzzo ist eigentlich auch Startspieler, bei dem es mir richtig weh tut, wenn ich ihn nicht von Beginn bringen kann.“
Finale in Hoffenheim
Am 31. Mai stehen die Geißböcke nun also erneut im Finale der Deutschen A-Junioren-Meisterschaft. Man darf gespannt sein, welche Startelf Ruthenbeck gegen die TSG Hoffenheim auf den Platz stellen wird. Doch klar ist, dass die Kölner Bank erneut entscheidend sein kann. „Es ist wichtig, dass die Spieler funktionieren und ihre Rolle annehmen. Das wird auch im Finale im Hoffenheim wichtig sein“, so Ruthenbeck.







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