Über weite Strecken der zurückliegenden Saison war die U17 des 1. FC Köln das Maß aller Dinge. Von Experten hoch gehandelt, lieferten die Geißböcke eine beeindruckende Serie ab und scheiterten dann auf tragische Weise im Meisterschafts-Viertelfinale. Dennoch fällt das Fazit positiv aus.
„Ich bin stolz auf das, was die Jungs geleistet haben. Und solche Rückschläge und so ein Schmerz gehören auf dem Weg in den Profi-Sport auch dazu. Ich bin mir sicher, dass wir mit ein paar Tagen Abstand zufrieden auf die Saison zurückblicken.“ U17-Trainer Vladyslav Moschenski versuchte bereits unmittelbar nach dem Viertelfinal-Aus des 1. FC Köln im Elfmeterschießen gegen den Nachwuchs des FC Augsburg den Blick auf das Positive zu lenken.
Wer den ehrgeizigen 29-Jährige kennt, weiß jedoch, dass er sich aus sportlicher Sicht mehr gewünscht hätte und zu gerne in das Finale der Deutschen Meisterschaft eingezogen wäre. Zumal Moschenski den 1. FC Köln mit Abschluss der Saison verlassen wird.
Beeindruckende Ungeschlagen-Serie
Schon zu Beginn der Spielzeit hatten die FC-Talente gezeigt, warum sie von vielen Fachleuten und Trainern anderer Mannschaften zu den Top-vier-Teams Deutschlands gezählt wurden: In der Vorrunde bedeuteten 13 Siege und ein Unentschieden die mehr als souveräne Qualifikationen für die Hauptrunde um die Meisterschaft – vor den Nachwuchsteams von Bayer 04 Leverkusen und Borussia Mönchengladbach.
Und auch in der anschließenden Hauptrunde, in der die Gegner noch einmal eine andere Qualität hatten, ließen sich die Geißböcke lange Zeit nicht bremsen: Bis zum achten Spieltag marschierten die FC-Talente ungeschlagen durch die Liga und mussten sich dann erst der TSG Hoffenheim und Bayern München geschlagen geben.
Auf diese Leistungsdelle folgte ein weiterer Sieg gegen den Karlsruher SC, sodass man als Gruppenerster in das Achtelfinale einzog. Hier wurde der VfL Wolfsburg ausgeschaltet, um dann im Viertelfinale nach Elfmeterschießen an Augsburg zu scheitern und den Traum von der Meisterschaft begraben zu müssen.
Nächste Schritte unter Ruthenbeck
Dennoch: Diese U17 hat überzeugt – mit Spielfreude, Kreativität sowie einem hohen technischen und taktischen Niveau. Auch wenn das Aus im Viertelfinale für Ernüchterung sorgte, dürften die Verantwortlichen in FC-Akademie mit der Saison des älteren B-Junioren-Jahrgangs zufrieden sein. Schließlich gilt in der Nachwuchsförderung des FC traditionell, dass die individuelle Ausbildung und Entwicklung der Talente wichtiger als Ergebnisse,Tabellenplätze und Titel sind.
Fakt ist: In der kommenden Saison darf sich U19-Trainer Stefan Ruthenbeck auf eine Reihe von hochbegabten Talenten freuen, die er dann bei den A-Junioren weiter fordern und fördern wird. Und dass Ruthenbeck der Weiterentwicklung von jungen Spielern nicht selten einen entscheidenden Schub geben kann, ist deutschlandweit bekannt.







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