Das Gerüst bleibt trotz der vielen Verletzungen: Cheftrainer René Wagner sieht den 1. FC Köln in den Spezialdisziplinen Athletik, medizinische Abteilung und Ernährung gut aufgestellt.
Wie geht es weiter im Trainerteam des 1. FC Köln? Nachdem René Wagner als Cheftrainer für die kommenden beiden Spielzeiten bestätigt wurde, gibt es Gespräche, wie der Staff in der neuen Bundesliga-Saison aussehen soll. Große Veränderungen wird es dabei nicht geben. „Wir sind top aufgestellt in vielen Bereichen, das sieht man auch in der Liga so“, sagt Wagner beim Pressegespräch am Geißbockheim.
Am Pfingstmontag hatte sich Lukas Sinkiewicz, nach dem Kwasniok-Aus als Assistenz-Coach mit FC-Stallgeruch geholt, für die intensiven Wochen bedankt. Was sich las wie ein Abschied, war nach Ansicht von Sportchef Thomas Kessler gar keiner. „Wir sind noch in Gesprächen. Es steht noch gar nicht fest, ob er weiter dem Trainerteam angehören wird oder ob er auf andere Art und Weise der FC-Familie erhalten bleibt.“ Sinkewicz, wie der erfahrene Armin Reutershahn, haben Wagner „in den vergangenen Wochen sehr geholfen. Es war genau die richtige Entscheidung, sie zu holen.“
„Muskelverletzungen Folge schlechter Kommunikation“
Wagner will künftig mit drei Co-Trainern und den Spezialisten arbeiten. Wer am Ende genau zum Stab gehören wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. In Sachen Athletiktraining und medizinischer Abteilung bleibt alles beim Alten. Wagner: „Da haben wir Topleute. Die Serie an Muskelverletzungen war eine Folge schlechter Kommunikation im Trainerteam. Und genau daran arbeiten wir.“
Mehr als einmal hatte Vorgänger Kwasniok die Warnungen der medizinischen Abteilung in den Wind geschlagen oder war bei Neuzugängen wie Jahmai Simpson-Pusey mit drei Spielen in einer Woche hohes Risiko gegangen – und bekam die Quittung in Folge von Verletzungen. Wagner aber will künftig die Informationen, die Grundlage für seine Entscheidungen dienen sollen, auch ernst nehmen, um Verletzungsrisiken und Belastung besser zu steuern. „Dafür haben wir die Spezialisten, die haben das studiert, die wissen, was sie tun. Und ich kann ihnen vertrauen.“
Fehler dürfen nicht mehr passieren
Außer Kwasniok und Co-Trainer Frank Kaspari wird es also keine personellen Konsequenzen aus der Verletzungsmisere der vergangenen Saison geben. Zweifel am Staff wollten Wagner und Kessler nicht aufkommen lassen. Damit ist aber auch klar: Wenn alle Positionen aus Sicht der FC-Bosse bestmöglich besetzt sind, dürfen solch eklatante Fehler wie im Winter nicht mehr vorkommen – und damit auch keine Anhäufung von Muskelverletzungen.








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